Untersuchungen zur genetischen Variabilität des humanen, neonatalen Fc-Rezeptors
Date
Authors
Advisors/Reviewers
Further Contributors
Contributing Institutions
Publisher
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
License
Quotable link
Abstract
Ich untersuchte das Gen des humanen FcRn Rezeptors auf genetische Variabilitäten. Beim Vergleich der DNA-Sequenzen 11 miteinander unverwandter Individuen fand ich eine stille Mutation in AS 171 in Exon 4 (bezogen auf die Genstruktur nach Mikulska 2000; resp. Exon 2 in AF220542). Ich untersuchte daraufhin die Häufigkeit der gefundenen Mutation in einem grösseren Kollektiv von 100 anonymisierten Blutspendern anhand eines Enzymfragment-Längenpolymorphismus und fand eine Genfrequenz von 7% für heterozygote Individuen der untersuchten Mutation.Daraufhin untersuchte ich die Promotor-Region des FcRn-Gens auf weitere genetische Variabilitäten. Hierbei fand ich einen VNTR-Polymorphismus, der aus einer 1-5-fachen Wiederholung eines 37-Basenpaar-Motivs bestand, sowie weiteren Mutationen, die in Verbindung ( linkage-disequilibrium ) miteinander sowie mit dem AS 171-Basenaustausch vorlagen.Isolierte Monozyten unterschiedlich FcRn-VNTR-genotypisierter Blutspender zeigten eine quantitativ unterschiedliche FcRn-Transkription. Renilla-Luciferase-Reportergen-Plasmid-Assays der beiden häufigsten VNTR-Allele VNTR 3 (92 %) und VNTR 2 (7,5 %) zeigten eine entsprechend quantitativ-differenzielle Expressionsaktivität in vitro. Monozyten unterschiedlich FcRn-VNTR-typisierter Blutspender zeigten zudem entsprechend differezielle IgG-Bindungskapazitäten bei saurem pH, was auf eine unterschiedliche FcRn-Expression schliessen lässt.Diese Ergebnisse zeigen eine VNTR-spezifische Regulation des FcRn-Gens an humanen Monozyten. Sollte FcRn an der Plazenta vergleichbar reguliert werden, könnte dies Auswirkungen auf das Risiko und die Ausprägung einer Alloimmunthrombozytopenie bei Neugeborenen haben. Auch andere Allo- und Autoimmunerkrankungen, bei denen FcRn eine Bedeutung zugeschrieben wird, könnten durch unterschiedliche FcRn-Genotypen unterschiedliche Verlaufsformen annehmen.
