Es handelt sich um eine retrospektive Untersuchung zu den am Klinikum Bad Hersfeld durchgeführten Gallenblasenoperationen mit zusätzlichem Augenmerk auf die Qualitätssicherung und auf die Gallenblasenkarzinompatienten. Die Datenlage zeigt, daß unsere Klinik in einzelnen Punkten, was die Komplikationsraten angeht, teilweise über dem Landesdurchschnitt Hessens liegt. Nichtsdestotrotz ist das Gesamtergebnis so, daß das Klinikum Bad Hersfeld bei den schwerwiegenden Komplikationen besser abschneidet als die meisten anderen Kliniken. Daher kann man von einer Verschiebung zugunsten der leichteren Komplikationen sprechen.Wie auch in der Literatur geschrieben, zeigt unser Krankengut der Gallenpatienten ein Verhältnis zugunsten der Frauen. Trotz sorgfältiger Indikationsstellung sind nicht alle Patienten für eine laparoskopische Cholecystektomie geeignet. Nach Einbeziehung einer Lernkurve kann man sagen, daß trotz des sicheren Umgangs mit dieser Methode, sich schließlich eine fast stabile Konversionsrate einstellt.Bei der Auswertung der Gallenblasenkarzinompatienten zeigt sich kein spezifischer Frühparameter. Es kann lediglich von der Klinik und einem auffälligen Sonographiebefund auf ein Problem geschlossen. Ob es sich dann allerdings um eine Cholecystitis, eine symptomatische Cholecystolithiasis oder gar um ein Gallenblasenkarzinom handelt, zeigt oft erst der intraoperative Situs und manchmal auch erst der Pathologe als Zufallsbefund, so auch in unserem Krankengut.Mit zunehmendem Alter steigen auch die Beschwerden durch die Gallenblase.Es gibt zahlreiche immunologische Marker beim Gallenblasenkarzinom. Welche oder welcher sich als prognostischer Marker letztlich durchzusetzten vermag, werden weitere Studien klären müssen.
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