Untersuchungen zur Anwendbarkeit eines integrierten Nachweissystems für Penicillin-Rückstände in Kuhmilch und Ziegenmilch

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wurde die Anwendbarkeit eines integrierten Nachweissystems fürPenicillin-Rückstände in Kuhmilch und Ziegenmilch überprüft. Der zweite Schwerpunktdieser Arbeit lag auf der Hemmstoffbelastung von Ziegenmilch, d.h. es sollte ein Überblicküber die Belastung der in Hessen produzierten Ziegenmilch mit Penicillin-Rückständengewonnen werden.Die Kernmethode des integrierten Nachweissystems für Penicillin-Rückstände in Kuhmilchund Ziegenmilch ist ein gruppenspezifischer Enzymimmuntest (EIA) zum Nachweis vonPenicillinen. Durch die Herstellung eines optimierten markierten Antigens (Enzymkonjugat)konnte der Messbereich des Testsystems und somit auch die Nachweisgrenze optimiertwerden. Die 50% Dosis für Penicillin G betrug 0,5 1,5 ng/ml, die Nachweisgrenze lag bei0,3 ng/ml. Der Test erfasst Penicillin G deutlich unterhalb des vorgeschriebenen Höchstwertesvon 4 & #956;g/kg und weist eine breite Gruppenspezifität für alle relevanten Penicilline auf. Alsweitere methodische Bestandteile des integrierten Nachweissystems wurden für ß-lactam-Antibiotika mikrobiologische Hemmstofftests und gruppenspezifische qualitativeRezeptortests eingesetzt, im Bedarfsfall kamen weitere Enzymimmuntests für andereAntiinfektiva zu Einsatz.Während eines Untersuchungszeitraumes von über vier Jahren (10/2001-12/2005) konnten in69 von 79 (87,3 %) hemmstoffpositiven Kuhmilchproben entweder Penicillin- oderCephalosporin-Rückstände nachgewiesen werden. Penicillin G wurde in 61 der 79untersuchten Milchproben identifiziert (77,2 %). Somit ist Penicillin G immer noch der amhäufigsten nachgewiesene Hemmstoff in Milch. Die Rückstandskonzentration lag zumeist imBereich des ein- bis zweifachen MRL (4 ng/ml). In einzelnen Fällen wurden aber auchGehalte über 100 ng Penicillin G/ml festgestellt. In acht der 79 Proben (10,1 %) konntenCephalosporine nachgewiesen werden.Die Untersuchung von Ziegenmilch mittels eines integrierten Nachweissystems ist ebenfallsmöglich. Hierzu müssen jedoch geeignete Methodenkombinationen ausgewählt werden, dasich nicht alle Testsysteme zur Untersuchung von Ziegenmilch eignen. In der vorliegendenArbeit wurden die Enzymimmuntests zum Nachweis von Penicillin G und seinemMetaboliten Benzylpenicilloylsäure (BPO) in Ziegenmilch modifiziert und etabliert. Mittelsdieser, für die Untersuchung von Ziegenmilch sehr gut geeigneten Testsysteme(Nachweisgrenze von 0,37 ng Penicillin G/ml) wurden insgesamt 577 Ziegenmilchproben(Einzelgemelke) aus 13 mittel- und nordhessischen Betrieben untersucht. Neun Proben (1,56%) waren mit Penicillin G kontaminiert. Bei zwei Proben (0,35 %) lag der Gehalt anPenicillin G über dem MRL von 4 ng/ml. Somit ist die Belastung der Ziegenmilch mitPenicillin-Rückständen insgesamt zwar gering, trotzdem aber dennoch in einer nicht alsunerheblich anzusehenden Häufigkeit.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform