Verhalten und körperliche Beanspruchung von Pferden auf dem Laufband im Wasser

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Im ersten Teil, der Verhaltensstudie, wurde das Verhalten von 56 Pferden bei ihren ersten drei Arbeitsdurchgängen auf einem Laufband im Wasser mit einer Temperatur von 20 °C beobachtet. Protokolliert wurde: 1) die Art des Betretens des Laufbandes; 2) wann ein regelmäßiger Schritt erreicht wurde; 3) die Art und Häufigkeit der Unarten; 4) die Häufigkeit des Kotabsatzes während der Arbeit. Die Ergebnisse zeigen, dass die Pferde das Laufband und die Arbeit im Wasser sehr schnell akzeptieren. Zwischen dem Alter und dem Geschlecht der Pferde bestand keine Abhängigkeit zur Häufigkeit des Kotabsatzes. Im zweiten Teil, der Beanspruchungsstudie, wurden 89 Pferde vom vierten Laufdurchgang an untersucht. Die untersuchten Belastungsparameter und ihre Kombinationen waren `Wasserhöhe` (50 %, Buggelenkshöhe und 80 % der Widerristhöhe), `Geschwindigkeit` (1 m/s, 1,3 m/s und 1,6 m/s) und `Laufdauer` (10, 20 und 30 Minuten), die Wassertemperatur betrug immer 20 °C. Die Nachbelastungslaktatwerte waren signifikant höher als die Ruhelaktatwerte, jedoch erreichten sie maximal 1,8 mmol/l. Die Nachbelastungslaktatkonzentration im Blut korrelierte bei gleicher Laufdauer und gleicher Geschwindigkeit positiv mit der Wasserhöhe. Bei gleicher Laufdauer und Wasserhöhe korrelierte der Nachbelastungslaktatwert auch positiv mit der Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit hatte jedoch größeren Einfluss als die Wasserhöhe. Je länger die Laufdauer, desto höher war die Laktatkonzentration im Blut. Die Belastungsdauer und Geschwindigkeit korrelieren jeweils positiv mit der Herzfrequenz. Die CK- Aktivität nach Belastung war, unabhängig von der Belastungsart, bei fast allen Belastungsarten höher als vor der Belastung. Die Körpertemperatur nach Belastung war nach allen Belastungsarten höher als vor der Belastung. Bei gleicher Laufdauer und Geschwindigkeit korreliert die Wasserhöhe negativ mit der Rektaltemperatur. Im dritten Teil wurde untersucht, ob auf einem Laufband im Wasser mit Maximalgeschwindigkeit von 5,5 m/s, Leistungsdiagnostik mit den am häufigsten eingesetzten Variablen Herzfrequenz und Laktatkonzentration im Blut betrieben werden kann. Es wurde untersucht, ob es bei einem Mehrstufenbelastungstest möglich ist, die v4 (die Geschwindigkeit bei der die Laktatkonzentration im Blut unter den definierten Bedingungen 4 mmol/l beträgt) zu bestimmen. Diese Studie bestand aus zwei Teilen. In Studie 1 wurde die Wirkung einer konstanten Wasserhöhe bei zunehmender Laufgeschwindigkeit untersucht. Jedes Pferd absolvierte den standardisierten Mehrstufentest bei 10 %, 50 % und 80 % der Widerristhöhe. Der Test bestand aus 5 Stufen à 5 Minuten. Von Stufe 1 bis 3 stieg die Laktatkonzentration immer an. Bei 10 % Wasserhöhe stieg die Laktatkonzentration bis zur 5. Stufe an, bei 50 und 80 % stieg sie bis zur 4. Stufe und sank anschließend wieder. Nach dem Erreichen der 1. Stufe blieb die Herzfrequenz bei allen Wasserhöhen auf dem jeweilig pferdespezifischen Herzfrequenzlevel relativ konstant. Die CK-Aktivität im Plasma nahm bei allen Wasserhöhen mit zunehmender Dauer und Geschwindigkeit zu. Die Rektaltemperatur war nach allen Belastungen höher als vorher, aber je höher die Wasserhöhe, desto niedriger ihr Anstieg. Bei 10 % Wasserhöhe wurde die höchste Temperaturzunahme gemessen. In Studie zwei wurde die Wirkung zunehmender Wasserhöhe bei einer konstanten Laufgeschwindigkeit untersucht. Der Mehrstufentest bestand wieder aus 5 Stufen à 5 Minuten, die Geschwindigkeit jedoch betrug kon-stant 5,5 m/s bei variierender Wasserhöhe. Bei Stufe 1 maß sie 20 % der Widerristhöhe, in den folgenden Stufen 35 %, 49 %, 63 % und 77 %. Die Laktatkonzentration im Blut und die CK-Aktivität im Plasma stiegen bis zur 3. Stufe an. Die Blutlaktatkonzentration sank anschließend, während die CK-Aktivität weiterhin zunahm. Die Laktatkonzentration im Blut erreichte bei keinem Pferd 4 mmol/l. Die Herzfrequenz aller Pferde, während jeder Wasserhöhe blieb nach dem initialen Anstieg auf einem pferdespezifischen Level relativ konstant. Die durchschnittliche Rektaltemperatur vor der Belastung war niedriger als nach der Belastung. Laufbänder im Wasser müssen schneller als 5,5 m/s beschleunigt werden können, so dass Leistungsdiagnostik betrieben werden kann und daraus folgend Pferde laktatgesteuert konditioniert werden können.

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