Die operative Entwicklung der Pulmonalis-Embolektomie und deren korrespondierende Ergebnisse : Einzelzenteruntersuchung der Jahre 1959-1998

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Eine massive Lungenembolie verläuft stets dramatisch, ihr Ausgang kann nicht vorhergesehen werden. Die fulminante Lungenembolie mit über 50 % Verschluß der Pulmonalisarterien ist die Ursache der hohen Morbidität und Mortalität, sogar bei jungen Patienten. Von 1959 bis 1998 wurden an der Abteilung Herz- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Gießen 128 Patienten embolektomiert, davon 71 Patienten unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Diese setzten sich zusammen aus 26 Männern und 45 Frauen; ihr Durchschnittsalter lag bei 54 plus minus 8 Jahren. Alle wiesen die symptomatischen, klinischen Erscheinungen einer massiven Lungenembolie auf, darunter Dyspnoe, Tachykardie, Zyanose, Thoraxschmerz und hämodynamischer Kreislaufkollaps. 35 Patienten (39.3 %) wurden im kardiogenen Schock und Kreislaufstillstand unter permanenter Reanimation, Beatmung, externer Herzmassage und Wiederbelebungs-maßnahmen embolektomiert. Die Pulmonalisembolektomie ist die effektivste Behandlungsmethode der fulminanten Lungenembolie. Heute überleben dank der Erfahrungen und der technischen Möglichkeiten 60 70 % der Patienten, obwohl die meisten in präfinalem Zustand operiert werden. Angesichts dieser guten Ergebnisse sollte die Indikation zur Embolektomie weiter und früher gestellt werden. Die Überlebensrate steigt, wenn der Patient bei richtiger Indikation vor der Notwendigkeit einer Reanimation den Operationssaal erreicht. Die Ergebnisse belegen, dass von den intraoperativ verstorbenen Patienten unmittelbar vor der Operation 87,5 % reanimiert wurden, im Gegensatz zu nur 35,7 % der überlebenden Patienten. Die in unserer Klinik operierten Patienten wurden in kritischen Situationen zur Operation gebracht, bei ihnen wurde eine Pulmonalisembolektomie als letzte Maßnahme durchgeführt, um deren Leben retten zu können. Trotz dieser Situation betrug die Überlebensrate 50 %, das bedeutet, jeder zweite konnte gerettet werden. Methode der Wahl sollte heute die Pulmonalisembolektomie in extrakorporaler Zirkulation sein. An einer herzchirurgischen Klinik ist in der Regel die Verfügbarkeit einer Herz-Lungen-Maschine schnell gewährleistet. In den Kliniken, in welchen keine Herz-Lungen-Maschinen zur Verfügung stehen, sollte die ursprüngliche Trendelenburg`sche Operation neuerer Modifikation dennoch auch beherrscht werden.

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