Untersuchung der exokrinen Pankreasfunktion bei Osteoporosepatienten mit einem Vitamin D-Mangel von < 20 ng/ml

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Die vorliegende Arbeit beinhaltet Untersuchungen der exokrinen Pankreasfunktionbei 68 Osteoporose- und Osteopeniepatienten, aus der Osteoporose-Sprechstundevon Prof. Stracke (aus der Poliklinik der medizinischen Klinik III der Justus-Liebig-Universität) mit einem Vitamin D-Mangel von < 20 ng/ml. Es wurden Werte von < 7bis 16,8 ng/ml gemessen. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Messung derfäkalen Pankreaselastase gelegt. Bei den Patienten, die eine erniedrigtePankreaselastase aufwiesen, wurde der Fettgehalt des Stuhls mit der Nah-Infrarot-Reflektions-Analyse (NIRA) bestimmt. Im Serum wurden verschiedene Parameter(Glutamatpyruvattransaminase, Gamma-Glutamyltranspeptidase, Cholinesterase,Bilirubin, Alpha-1-Antitrypsin, Lipase, Albumin und das C-reaktive Protein)untersucht, um schwerwiegende Erkrankungen von Leber, Galle und Pankreasauszuschließen.7 Patienten zeigten eine erniedrigte fäkale Elastase, von < 200 myg/g. Bei 5 Patientenwurde der Fettgehalt bestimmt. Dieser zeigte bei allen untersuchten Patienten einennormal Fettgehalt im Stuhl von < 7 g Fett/24h.Bei der Korrelatinsbestimmung zwischen der fäkalen Elastase und den erniedrigtenVitamin D-Werten ließ sich keine signifikante Korrelation (p = 0,793; r = 0,32)nachweisen.Auch zwischen der Lipase im Serum und den erniedrigten Vitamin D-Werten warkeine signifikante Korrelation (p = 0,03; r = 0,361) erkennbar.Die Patienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Das Kriterium derGruppeneinteilung war die Knochendichte. Eine Gruppe bestand aus den Patientenmit einer Knochendichte von < - 2,5, die zweite aus den Patienten mit einerKnochendichte von > - 2,5. Es wurde kontrolliert ob es in einer der beiden Gruppenzu einer Häufung des Elastasemangel kommt.13,8 % (4 von 25) der Patienten mit einer Osteoporose zeigten einenElastasemangel, in der anderen Gruppe hatten 7,7 % (3 von 36) einenElastasemangel. Der Erwartungswert konnte, aufgrund der kleinen Gruppen, nicht berechnet werden.Eine weitere Einteilung, die vorgenommen wurde bezog sich auf das Alter derPatienten. Auch hier sollte die Verteilung der Patienten mit einem Elastasemangelkontrolliert werden. Es zeigte sich eine gleichmäßige Verteilung über dieverschiedenen Altersgruppen. Auch hier war die Berechnung des Erwartungswertesnicht möglich.In verschiedenen Arbeiten, von Vogelsang et al. 1997, Haaber et al. 2000, Mann etal. 2001, Mann S.T. et al. 2003, Teichmann J. et al. 2007 und Mann et al. 2008,wurde eine signifikante Korrelation zwischen einem Vitamin D-Mangel und einerreduzierten Pankreasfunktion nachgewiesen. Dies konnte in dieser Arbeit nichtbestätigt werden. Es zeigte sich in dem untersuchten Patientenkollektiv keinZusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und einer reduzierten Funktiondes exokrinen Pankreas.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2010

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