Elektrochemische Potentiale während Hochfrequenz-Katheterablation von Herzrhythmusstörungen : In vitro und in vivo Experimente und erste klinische Erfahrungen

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Einleitung: Die temperaturkontrollierte Katheterablation besitzt eine Reihe von Limitationen wie u.a. moderate Korrelation mit derGewebetemperatur und Läsionsentwicklung. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, ein Steuerungsparameter zu entwickeln, der die Qualitätdes Elektrodenkontaktes mit dem Gewebe und das Wachstum der Koagulationsnekrose direkt anhand zellulärer bzw. biologischerProzesse des Zielgewebes wiedergibt. Material und Methodik: Endomyokard-Präparate frisch geschlachteter Rinder wurden in einem Tankbad mit physiologischerKochsalzlösung für die in vitro Experimente verwandt, wo bei das elektrochemische Potential (eP) wie bei allen Untersuchungen zwischender distalen und der proximalen Elektrode abgeleitet wurde. Tierexperimente wurden bei 8 intubiert, beatmeten Schweinen durchgeführt,wobei der experimentelle Aufbau adäquat zu den Bedingungen in vitro- elektrochemisches Potential zwischen distaler und proximalerElektrode - war. Die ersten klinischen Untersuchungen wurden an 50 konsekutiven Patienten (m/w 29:21; 49,7 ± 9,8 Jahre), die zurelektiven Katheter-Ablation von supraventrikulären Tachykardien AVNRT bzw. WPW-Syndrom eingewiesen wurden, durchgeführt. Dermeßtechnische Aufbau war unverändert zu den in vitro bzw. Tierexperimenten. Ergebnisse: Der Nachweis von eP gelang sowohl invitro, tierexperimentell als auch im klinischen Teil der Arbeit. Ferner konnte eine hoheKorrelation des elektrochemischen Potentials mit dem bisher üblichen Parameter 'Temperatur' errechnet werden (r=0,87). Eine ebenfallshohe Korrelation wurde zwischen der Läsionsentwicklung und den eP festgestellt: r=0,85; p<0,001. Auch beiden 'Routine-Kateterablationen' konnte die Messung der eP bei Patienten durchgeführt werden. Ferner konnte mittels eP-gesteuerterEnergieabgabe die Durchführbarkeit einer Katheterablation mit dem Parameters 'eP' gezeigt werden. Diskussion: Der Ursprung des eP liegt in der Läsionsentwicklung durch Erhitzung des myokardialen Gewebes. Die elektromotorischeKraftquelle des eP ist die Diffusion von freien Radikalen und intrazellulären Elektrolyten aus der Koagulationsläsion. Die eP stellt einenzusätzlichen Parameter neben der Temperatur und Impedanz - mit besserer Korrelation zur Läsion- dar. Die Steuerung derHF-Strom-Energieabgabe durch die eP ist möglich und erlaubt den Einsatz thermosensorfreier Elektroden. Potentiell klinischeAnwendungen stellen die gekühlte Ablation sowie der Einsatz von multipolaren Ablationskathetern dar.

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