Untersuchungen zur Rolle des Zytokins RANTES bei interstitiellen Lungenerkrankungen
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Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurden Lungenfunktionsdaten und zytologische Befunde der bronchoalveolären Lavage von insgesamt 260 Patienten aus folgenden Kollektiven retrospektiv ausgewertet: Sarkoidose (n=48), Idiopathische Lungenfibrose (IPF, n=46), Interstilielle Lungenerkrankung bei Kollagenose/Vaskulitis (ILE-K/V, n=14), Exogen allergische Alveolitis (EAA, n=30), Pneumonie (n=37) und Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD, n=51). Diese wurden einem Normalkollektiv (n=34) von freiwilligen Probanden gegenübergestellt. Außerdem wurden bei allen Patientenkollektiven und dem Normalkollektiv die RANTES Proteinkonzentrationen in der BALF mittels ELISA-Technik bestimmt. Der Median der RANTES Proteinkonzentration in der BALF war bei interstitiellen Lungenerkrankungen (ILE) signifikant höher als bei Normalpersonen und Patienten mit Pneumonie und COPD, diskriminerte aber nicht zwischen den verschiedenen Formen der interstitiellen Lungenerkrankungen.Es fand sich im Gesamtpatientenkollektiv und den Normalpersonen eine signifikante Korrelation der RANTES Proteinkonzentrationen in der BALF mit dem prozentualen Anteil der Lymphozyten an den lavagierten Zellen. Pulmonal produziertes RANTES könnte daher an der Lymphozytenrekrutierung in das alveoläre Kompartiment beteiligt sein. Außerdem zeigte sich im Gesamtpatientenkollektiv inklusive den Normalpersonen eine schwache positive Korrelation der RANTES Proteinkonzentrationen in der BALF mit dem Anteil der CD8 und eine inverse Korrelation mit dem Anteil der CD4 positiven T-Zellen an der Gesamtlymphozytenpopulation. Dies ist bedingt durch die besonders hohen RANTES Spiegel in der BALF bei Patienten mit EAA mit einer CD8-dominierten lymphozytären Alveolitis. Es konnte keine Korrelation zwischen der RANTES Proteinkonzentration in der BALF und dem Anteil der neutrophilen und eosinophilen Granulozyten, sowie Alveolarmakrophagen in der BALF verifiziert werden. Demgegenüber ließ sich erstmals eine signifikante positive Korrelation der RANTES Proteinkonzentration in der BALF mit der Expression des Integrins CD103 auf Gesamt-T-Lymphozyten, sowie auf CD4- und CD8-positiven T-Zell Subpopulationen in der BALF nachweisen. Bezüglich der Lungenfunktion konnte eine signifikante inverse Korrelation der RANTES Proteinkonzentration in der BALF mit der Vitalkapazität (VC%) und der Diffusionskapazität (TLCO%) im Gesamtpatientenkollektiv inklusive den Normalpersonen gezeigt werden. Diese Befunde weisen auf eine mögliche Rolle von alveolär freigesetztem RANTES in der Pathophysiologie von interstitiellen Lungenerkrankungen hin.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
