Untersuchung zu Prävalenz und Art von Herzrhythmusstörungen bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie
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Zusammenfassung
Die pulmonale Hypertonie ist eine schwerwiegende Erkrankung der Lungenstrombahn, die über einen Anstieg des pulmonal-vaskulären Widerstandes zu einer konsekutiven Rechtsherzbelastung führt. Die rechten Herzhöhlen reagieren mit Hypertrophie und Dilatation. Bereits seit Langem ist bekannt, dass eine Dilatation und Hypertrophie im linken Herzen die Entstehung einer Vielzahl von Rhythmusstörungen begünstigt. Ziel der vorliegenden Studie war es deshalb zu klären, ob auch die durch die pulmonale Hypertonie verursachten strukturellen Veränderungen des rechten Herzens mit einer gehäuften Prävalenz von Arrhythmien einhergehen.Es wurden 92 Patienten mit pulmonaler Hypertonie ohne vorbekannte Herzrhythmusstörungen rekrutiert und mittels eines 72-Stunden-Langzeit-EKGs unter Alltagsbedingungen auf das Vorliegen von Herzrhythmusstörungen untersucht. Die EKG-Befunde wurden mit laborchemischen, echokardiographischen und im Rechtsherzkatheter erhobenen Parametern in Relation gesetzt.Unsere Studie erbrachte in 18,5% der Fälle (n=17) klinisch relevante, neu diagnostizierte Arrhythmien. Diese waren primär ventrikulärer Genese. Alle Patienten hatten klinisch irrelevante Arrhythmien. Am häufigsten traten Rhythmusstörungen in der Gruppe der assoziierten pulmonalarteriellen Hypertonie auf. Des Weiteren konnte ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Arrhythmien und der Höhe des BNP nachgewiesen werden. Zudem zeigten sich Rhythmusstörungen gehäuft bei Patienten mit einer schlechteren pulmonalen Hämodynamik und rechtsventrikulären Funktion. Dies spiegelte sich in echokardiographischen und in der Rechtsherzkatheteruntersuchung erhobenen Parametern wider. 17,6% der klinisch relevanten, neu diagnostizierten Herzrhythmusstörungen traten erst in den letzten 24 Stunden der Langzeit-EKG-Untersuchung auf und wurden nur aufgrund der 72-stündigen Aufzeichnungsdauer detektiert.Zusammenfassend wurde in der vorliegende Studie erstmals eine hohe Prävalenz von ventrikulären Herzrhythmusstörungen bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie mittels Langzeit-EKG-Untersuchung nachgewiesen. Die Auswirkungen der Herzrhythmusstörungen auf den klinischen Verlauf der hier untersuchten Patienten sind unklar. Vorausgegangene Studien zeigen jedoch, dass Herzrhythmusstörungen bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie mit klinischer Verschlechterung und prognostisch ungünstigem Verlauf in Verbindung stehen. Daher sollte zukünftig die Detektion und spezifische Therapie von Herzrhythmusstörungen bei pulmonaler Hypertonie als wichtiges Therapieziel definiert werden. Als diagnostisches Instrument konnte in der vorliegenden Studie insbesondere der Nutzen einer Langzeit-EKG-Untersuchung mit 72-stündiger Dauer gezeigt werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
