Retinopathie und Nephropathie bei Patienten mit Diabetes mellitus in Tansania

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

In dieser Querschnittsstudie wurde der Zusammenhang des HbA1c-Wertes und diabetischer Spätschäden in Form von diabetischer Retinopathie und diabetischer Nephropathie in Tansania untersucht.Der HbA1c-Wert ist ein retrospektiver Parameter, der die mittlere Blutglukose der letzten acht bis zwölf Wochen reflektiert. Er dient der Verlaufskontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus.Die chronische Hyperglykämie führt zur Entwicklung von mikro- und makrovaskulären Komplikationen in Form von Mikro- und Makroangiopathien. Die Mikroangiopathien äußern sich unter anderem als diabetische Retino- und Nephropathie und bleiben für den Patienten lange Zeit symptomlos. Die vorliegende Studie wurde in der Diabetes-Ambulanz des Kilimanjaro Christian Medical Centre in Moshi, Tansania durchgeführt. Die Daten der 96 Patienten wurden von Anfang August 2006 bis Anfang September 2006 mit Unterstützung von Mitarbeitern des KCMC erhoben. Es wurde der HbA1c-Wert der Patienten sowie weitere klinische Parameter bestimmt, eine indirekte Ophthalmoskopie durchgeführt und der Mikroalbumingehalt im Spontanurin gemessen. Die Einschlusskriterien wurden folgendermaßen definiert: mündliches Einverständnis zu Teilnahme an der Studie, Diabetiker Typ I oder Typ II und tansanische Staatsbürgerschaft.Die Messung des HbA1c-Wertes erbrachte Werte zwischen 4,7 und 14 %. Der Mittelwert lag bei 9,62 ± 2,15%. Die meisten Patienten hatten Werte zwischen 8 und 8,9%.Bei 28 von 96 Patienten wurde eine Mikroalbuminurie nachgewiesen. Zeichen einer diabetischen Retinopathie zeigten 60 der 89 ophthalmologisch untersuchten Patienten.Die Patienten mit Nachweis einer Mikroalbuminurie wiesen große Ähnlichkeiten mit den Patienten auf, bei denen keine Mikroalbuminurie nachgewiesen werden konnte, bezüglich der Mittelwerte von Alter, Diabetesdauer, BMI sowie HbA1c-Wert, systolischem und diastolischem Blutdruck.Große Ähnlichkeiten bei den oben aufgeführten Parametern fand man auch bei dem Vergleich der Patienten mit Nachweis einer diabetischen Retinopathie und Patienten ohne Nachweis einer diabetischen Retinopathie.Eine deutliche Tendenz des Zusammenhangs war zu erkennen zwischen dem HbA1c-Wert und der diabetischen Retinopathie.Signifikante Zusammenhänge konnten bei der Auswertung der Studiendaten ermittelt werden für Diabetesdauer und diabetische Retinopathie, Mikroalbuminurie und diabetische Retinopathie sowie für den Zusammenhang zwischen systolischem Blutdruck und Mikroalbuminurie und diastolischem Blutdruck und Mikroalbuminurie.Trotz des statistisch nicht signifikanten Ergebnisses des Zusammenhangs zwischen HbA1c-Wert und diabetischer Retinopathie sollte jedoch aufgrund der deutlichen Tendenz die Bestimmung des HbA1c-Wertes Teil der Betreuung der Diabetiker in Tansania werden. Des Weiteren wäre es sinnvoll, dass die Diagnose, Kontrolle und die Therapie der Hypertonie als grundlegende Bestandteile in die Versorgung der Diabetiker in Tansania aufgenommen werden, um diabetische Spätschäden wie z.B. die diabetische Nephropathie zu vermeiden.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform