Entwicklungsbiologische und funktionelle Untersuchungen zu Annexin A7

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Annexin A7 ist ein Ca2+- und Phospholipid-bindendes Protein, für das verschiedene Funktionen vorgeschlagen wurden wie die Fusion von Vesikeln, Aufbau von Ca2+-Kanälen und die Beteiligung an exozytotischen /sekretorischen Vorgängen. Die physiologische Funktion des Proteins in vivo ist jedoch noch nicht geklärt. In der vorliegenden Arbeit wurde die Verteilung von Annexin A7 in der Embryonalentwicklung der Maus untersucht. Eine Expression des Proteins konnte in allen Geweben ab dem 5. Tag p.c. mittels immunhistologischen und Northern Blot Analysen dargestellt werden. Es zeigte sich eine subzelluläre Verteilung im Zytosol. Weitere Versuche konzentrierten sich auf die Detektion des Proteins im sich entwickelnden murinen Gehirn. Die zelluläre und subzelluläre Lokalisation von Annexin A7 änderte sich während der Differenzierung des Gehirns. Am 13.-15. Tag p.c. wiesen nur die undifferenzierten Zellen des Stratum germinativum im Zytosol eine Annexin A7 Immunoreaktivität auf. Mit fortschreitender Entwicklung (ab E16) zeigte sich eine Präsenz des Proteins im Kern der sich differenzierenden Zellen in der Intermediärschicht und im Neocortexbereich. Diese Umlokalisation spiegelt die Wanderung der Neuronen und Astrogliazellen während ihres Differenzierungsprozesses wider und ist als Hinweis zu deuten, dass die subzelluläre Verteilung von Annexin A7 abhängig vom Entwicklungsgradeiner Zelle bzw. vom Zelltyp ist. Die Expression von Annexin A7 wurde auch im Gehirn von adulten Mäusen untersucht. Auffällig war seine Kernlokalisation in Neuronen der Hippocampusformation, des Cerebellums und des Cortex temporalis. Darüber hinaus kommt Annexin A7 auch in glialen Zellen vor, die mit einer GFAP-Markierung als Astrozyten charakterisiert wurden. Frühere Studien an der AnxA7-/- Maus lieferten Hinweise auf eine gestörte Ca2+ Homöostase in den Kardiomyozyten nach Verlust des Proteins (Herr et al., 2001). Aus diesem Grund konzentrierte sich die Arbeit auf die Charakterisierung des kardiovaskulären Phänotyps und auf die Analyse der Herzfunktion der AnxA7-/- Maus. Das Herz der AnxA7-/- Tiere war normal entwickelt und zeigte keine pathologische Veränderung. In EKGMessungen ließ sich bei den Annexin A7 defizienten Mäuse eine verkürzte PQ- und QRSKomplex- Zeit sowie eine Bradykardie beobachten. Dies ist ein Anhaltspunkt für die Rolle von Annexin A7 in der elektromechanischen Koppelung von Herzmuskelzellen. Die Induktion einer linksventrikulären Myokardhypertrophie bei den WT- und AnxA7-/- Mäusen schlug aufgrund der Sensibilität des Mausstamms SV129 gegenüber den verabreichten Medikamenten fehl.

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