Expression der Carboanhydrase 9 bei HPV-assoziierten und HPV-negativen Plattenepithelkarzinomen des Oropharynx im Hinblick auf eine Hypoxie-Signalwegs-Aktivierung

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Plattenepithelkarzinome des Kopf-Hals-Bereichs gehören zu den sechst häufigsten malignen Erkrankungen und die Inzidenz oropharyngealer Plattenepithelkarzinome (OPSCC) ist ansteigend. Alkohol- sowie Nikotinkonsum oder eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) werden mit der Erkrankung assoziiert. HPV-assoziierte Tumore treten vor allem im Oropharynx auf und grenzen sich als eigene Tumorentität ab. Patienten mit HPV-assoziierten Tumoren haben eine deutlich bessere Prognose.Durch die viralen Onkoproteine E6 und E7 wird bei HPV-assoziierten OPSCC der Hypoxie-induzierte Faktor HIF-1alphastabilisiert und die Transkription entsprechender Zielgene eingeleitet. Die tumorspezifische Carboanhydrase 9 (CA9) ist für die Regulation des pH-Wertes zuständig. Sie wird als endogener Hypoxiemarker beschrieben, da sie als Konsequenz der HIF-1alpha Aktivierung bei sinkenden Sauerstoffkonzentrationen exprimiert wird. In Vorarbeiten der Arbeitsgruppe konnte bereits die Aktivierung des Hypoxie-Signalwegs in HPV-assoziierten HNSCC gezeigt werden (Knuth et al. 2017). In dieser Arbeit wurden Unterschiede von HPV-assoziierten und HPV-negativen OPSCC am Beispiel des endogenen Hypoxiemarkers CA9 untersucht, insbesondere im Hinblick auf eine Aktivierung des Hypoxie-Signalwegs. Die Expression der CA9 wurde immunhistochemisch an 74 Tumorproben von HPV-positiven und -negativen OPSCC untersucht. HPV-positive OPSCC zeigten eine intensivere CA9-Färbung, die unabhängig von der Tumorgröße auftrat. Zudem zeigte sich eine Assoziation des HPV-positiven Tumors mit Nekrose. Das lichtmikroskopisch bestimmte CA9 uniforme Färbemuster konnte, entgegen der Annahme, nicht dem HPV-positiven Tumor zugeordnet werden. Schlussfolgernd sollte die CA9 in HPV-positiven OPSCC als HPV- und Metabolismus-assoziierter Marker, von einem Hypoxiemarker abgegrenzt werden. Die Verwendung als Hypoxiemarker in HPV- negativen OPSCC kann diskutiert werden. Das CA9-Hypoxiemuster zeigte sich als Parameter für ein schlechteres Überleben der Patienten mit HPV-negativen OPSCC. Nach chemischer Aktivierung des Hypoxie-Signalwegs mittels DFO zeigte sich bei HPV- positiven Zelllinien eine stärkere CA9-Expression als bei HPV-negativen Zelllinien. Es besteht für HPV-positive Tumore die Annahme einer veränderten molekularen Regulation, im Sinne einer vermehrten Aktivierung der Hypoxiekaskade.Mit dieser Arbeit konnte die prognostische Relevanz der CA9 als endogener Hypoxiemarker, durch die Korrelation mit klinischen Faktoren, näher untersucht werden. In HPV-positiven OPSCC konnte eine veränderte Expression der CA9 gezeigt werden, was als potentieller therapeutischer Ansatzpunkt dieser spezifischen Tumorentität dienen könnte.

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