Einfluss prä-ischämischer beta-Adrenozeptorstimulation auf die post-ischämische Funktionserholung
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Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurde der Einfluss von beta-Adrenozeptorstimulation auf den myokardialen Reperfusionsschaden amModell des isoliert salin perfundierten Rattenherzens untersucht.Isoprenalin, ein nicht selektiver beta-Adrenozeptoragonist, wurde prä-ischämisch dem Perfusat hinzugegeben. Nach 45 Minuten globaler Ischämie wurde während 90 Minuten Reperfusion die myokardiale Funktion anhand kardiodynamischer Parameter (Herzfrequenz, linksventrikulär entwickelter Druck, Doppelprodukt, linksventrikulärer enddiastolischer Druck, Perfusionsdruck, ±dP/dt) ermittelt.Es ist bekannt, dass durch prä-ischämisch appliziertes Isoprenalin ein protektiver Effekt auf die post-ischämische Funktionserholung erreicht werden kann. Es konnte gezeigt werden, dass dieser Effekt schon bei hämodynamisch nicht relevanten Konzentrationen auftritt.Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass eine niedrige b -Adrenozeptoraktivierung prä- und intra-ischämisch mit einer höheren post-ischämischen Funktionserholung einhergeht, als dies bei einem klassischen beta-Adrenozeptor getriggerten Preconditioning der Fall ist. Um Kardioprotektion durch beta-Adrenozeptorstimulation zu induzieren, ist kein prä-ischämisches Auswaschen des Isoprenalins nötig.Das Ausmaß der funktionellen Kardioprotektion war konzentrationsabhängig. Hämodynamisch wirksame Isoprenalinkonzentrationen führten zu keiner weiteren Verbesserung der myokardialen Funktion. Die durch Isoprenalin erreichte Kardioprotektion konnte durch Atenolol, einem beta-Adrenozeptorblocker, unterdrückt werden. Kurze Isoprenalinstimulationen führten zu keiner Desensibilisierung der beta-Adrenozeptoren.Auch konnte gezeigt werden, dass eine Ischämie von 45 Minuten Dauer zukeiner Desensibilisierung der beta-Adrenozeptoren führte.Durch hohe Isoprenalinkonzentrationen während der Ischämie kam es zu einer Desensibilisierung von beta-Adrenozeptoren. Durch ein ischämisches Postconditioning ließ sich diese Desensibilisierung wieder aufheben.Diese Arbeit zeigt, dass eine prä-ischämische beta-Adrenozeptorstimulation, als eine Form des pharmakologischen Preconditioning, keine Abwandlung des klassischen ischämischen Preconditioning darstellt, indem es durch hämodynamischen oder energetischen Stress dieses imitiert, sondern eine eigenständige Form des Preconditioning ist.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
