Nachweis der Fusarientoxine Deoxynivalenol und Zearalenon in Lebensmitteln

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Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich mit der Erarbeitung geeigneter enzymimmunchemischer (EIA) Methoden zur Untersuchung von getreidehaltigen Lebensmitteln auf die Mykotoxine Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon (ZEA), sowie mit der Bestimmung der Gehalte dieser Toxine in Lebensmitteln des deutschen Marktes in den Jahren 2001 bis 2004. Es wurden insgesamt 1154 Lebensmittelproben auf Getreidebasis untersucht. Ein Teil der Proben wurde zur Überprüfung der EIA-Systeme zusätzlich mittels zweier HPLC-Methoden untersucht. Komplexere Matrices wie Säuglingsnahrung, Müsli, Kekse und Chips konnten im EIA für DON durch Verwendung einer Flüssig-Flüssig-Partitionierung zur Extraktreinigung untersucht werden. Für den Nachweis von ZEA war eine Verdünnung des Rohextraktes ausreichend zur Untersuchung mittels EIA. Die erzielten Nachweisgrenzen im EIA für DON (15 µg/kg in Getreide und Getreideprodukten, 2 µg/l in Bier) und ZEA (6 µg/kg in Getreide und Getreideprodukten, 2 µg/l in Bier) lagen deutlich unterhalb der bis vor kurzem geltenden nationalen Höchstmengen (DON: 100 µg/kg Säuglingsnahrung, 350 µg/kg Brot/Brötchen, 500 µg/kg Getreide/Getreideerzeugnisse, ZEA: 20 µg/kg Säuglingsnahrung, 50 µg/kg Getreide/Getreideerzeugnisse) für diese Toxine. Wiederfindungsraten von 80 % - 112 % für DON sowie 86 % - 129 % für ZEA in künstlich im relevanten Konzentrationsbereich kontaminierten Proben sowie Variationskoeffizienten unterhalb der Anforderungen der VO EG 401/2006 belegten die Einsetzbarkeit der EIA-Methoden auch für komplexere Matrices. Die durchgeführten Vergleichsuntersuchungen zeigten ebenfalls eine gute Übereinstimmung der Ergebnisse der EIA-Methoden und der HPLC-Methoden. DON war in getreidehaltigen Lebensmitteln sehr häufig nachweisbar (81 %), dagegen waren Lebensmittel deutlich seltener mit ZEA belastet (14 %). Die Belastungshöhe der Lebensmittel mit DON und ZEA lag aber mit wenigen Ausnahmen unterhalb der Höchstmengen. In den Jahren 2001 und 2002 waren Säuglingsnahrungsmittel relativ häufig mit DON kontaminiert, in 2003 deutlich seltener. Erzeugnisse aus Hartweizen (Teigwaren, Grieß) sowie Speisekleie waren im Untersuchungszeitraum höher mit DON belastet und konnten bei Hochverzehrern zur Überschreitung der tolerierbaren Tagesdosis für DON (TDI 1 µg/kg Körpergewicht und Tag) führen. Mit ZEA waren vor allem Mais und Maiserzeugnisse kontaminiert, obwohl auch hier die Höchstmengen nicht erreicht wurden. In Konsummilch konnte weder DON noch ZEA sowie ihre Analoga oberhalb der Nachweisgrenzen nachgewiesen werden. Die Ergebnisse zeigten in Bezug auf die nunmehr gültigen europäischen Regelungen, dass die Belastung der Lebensmittel zwar durchschnittlich weit unterhalb der zulässigen Höchstmengen lag, dass allerdings die DON-Aufnahme des deutschen Verbrauchers durchaus im Bereich nahe des toxikologisch begründeten TDI lag. Dagegen war die abgeschätzte Belastung des Verbrauchers mit ZEA durch getreidehaltige Lebensmittel in der Regel vernachlässigbar gering.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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