Ropivacain (Naropin®) zur Epiduralanästhesie beim Hund

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Die Epiduralanästhesie wird seit 1901 beim Hund angewandt. Sie ist die am häufigsten eingesetzte Regionalanästhesie beim Kleintier. Verwendet werden verschiedene Lokalanästhetika mit unterschiedlichen Wirkungen und Nebenwirkungen. Ropivacain ist seit 1996 mit dem Handelsnamen Naropin® zur Anwendung beim Menschen in Deutschland zugelassen. In vergleichbarer Konzentration zu anderen langwirkenden Lokalanästhetika zeigt Ropivacain ähnlich ausgeprägte sensorische und motorische Blockaden. Die therapeutische Breite als Differenz zwischen neurotoxischer und kardiotoxischer Dosis ist jedoch größer und trägt so zur Patientensicherheit während der Lokalanästhesie bei. Die vorliegende Arbeit soll die Eignung von Ropivacain zur Epiduralanästhesie beim Hund prüfen. Sie soll die klinischen Wirkungen der unterschiedlichen Konzentrationen untersuchen und die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Konzentration von Ropivacain darstellen.Ropivacain zeigte sich in der vorliegenden Untersuchung als sicheres Lokalanästethikum zur epiduralen Injektion beim Hund. Es traten keine relevanten kardiodepressiven oder respiratorischen Nebenwirkungen auf. Die Organfunktionen wurden nicht beeinträchtigt. Die intraoperativen Unterschiede im Bereich des Herz-Kreislaufapparats und des Atmungsapparats zwischen den Gruppen ohne Epiduralanästhesie und mit Epiduralanästhesie lassen darauf schließen, dass der intraoperative Stress für Patienten mit Epiduralanästhesie geringer ist als für Patienten ohne Epiduralanästhesie. Der geringere intraoperative Narkosegasverbrauch in Gruppen mit Epiduralanästhesie reduziert mögliche Nebenwirkungen der Allgemeinanästhesie. Insgesamt kann so die Belastung des Patienten durch die Allgemeinanästhesie gesenkt und das Narkoserisiko vermindert werden. Zusätzlich vermindert die Epiduralanästhesie postoperativen Stress und Schmerzreaktion.

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Giessen : Laufersweiler

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