Ein Beitrag zu morphologischen Methoden der Identitätssicherung bei unbekannten Verstorbenen

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Die Identifizierung unbekannter Verstorbener ist eine überaus wichtige Aufgabe der Rechtsmedizin. Sie ist von großer Bedeutung für die Rechtssicherheit, stellt die Erfüllung einer ethisch-moralischen Verpflichtung gegenüber dem Verstorbenen dar und ermöglicht Hinterbliebenen zu trauern. Ihre erfolgreiche Bewältigung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Ermittlungsbehörden, Rechtsmedizin und ggf. anderen medizinischen Fachrichtungen, um, abhängig von den Umständen des Einzelfalls, den jeweils sichersten und effizientesten Identifizierungsweg zu finden.Die vorliegenden Arbeiten beschäftigen sich mit der Identifizierung unbekannter Verstorbener, deren rechtliche Bedeutung einleitend anhand der in der Bundesrepublik Deutschland gültigen gesetzlichen Vorschriften illustriert wird.Eigene digital-spektrometrische Untersuchungen ergaben, dass sich die Haarfarbe eines Menschen als identitätshinweisendes Merkmal aus einer Vielzahl unterschiedlicher Farben der Einzelhaare zusammensetzt, deren intraindividuelle Farbvariabilität teils größer ist als der interindividuelle Farbunterschied.Für forensisch-odontologische Vergleichsuntersuchungen zur Identitätssicherung wurde erstmals ein hochauflösender eLu-Computertomograph genutzt und hierbei seine Überlegenheit gegenüber klinischen Computertomographen demonstriert.Unter Anwendung neuer Techniken konnte im Weiteren ein etabliertes Verfahren des Schädel-Bild-Vergleichs zur Identitätssicherung weiterentwickelt, vereinfacht und sein Wert für die Praxis verdeutlicht werden.Der aktuelle Trend zu Körpermodifikationen wurde in einer Arbeit aufgegriffen, die Arten und Terminologie sogenannter Body Modifications und ihre Bedeutung für die Identifizierung aufzeigt.Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund des steigenden Anteils tätowierter Verstorbener bei rechtsmedizinischen Obduktionen die Relevanz von Tätowierungen zur Identitätssicherung verdeutlicht.Die praktische Umsetzung der raschen, sicheren und unkomplizierten Identifizierung anhand von Tätowierungen unter Anwendung eines Superimpositionsverfahrens wurde anhand eines konkreten Falls illustriert.Zu dem gebräuchlichen, jedoch uneinheitlichen Begriff der sogenannten Wohnungsleiche wurden erstmals Definitionskriterien erarbeitet. Eine Aufarbeitung von rechtsmedizinischen Sektionsfällen konnte mögliche Fehlerquellen bei der Identifizierung von Wohnungsleichen aufdecken.Fälle unbekannter Verstorbener, bei denen eine Identitätssicherung mittels molekulargenetischer Untersuchungen erfolgte, wurden ausgewertet. Todesumstände, Vorgehen bei der Untersuchung und vor allem Fehlerquellen, die bei alleiniger und unkritischer Anwendung molekulargenetischer Methoden zur Identitätssicherung bestehen, wurden aufgezeigt.

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