Überprüfung der Expression des Proopiomelanocortin (POMC)-Gens in HaCaT- und A 431-Zellkulturen unter Basal- und Stimulationsbedingungen

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Über die Expression des hypophysären POMC-Gens und die Freisetzung von POMC-Derivaten aus der Hypophyse liegen sehr viele Informationen vor. 'Streß' im Sinne physischer und psychischer Belastung spielt für die Freisetzung der hypophysären POMC-Derivate eine große Rolle. Auch zur Expression des POMC-Gens und zur Freisetzung von POMC-Derivaten in der Haut gibt es eine beträchtliche Anzahl von Untersuchungen. Die Funktion der hypophysären wie der dermalen POMC-Derivate ist jedoch weitgehend unklar, auch wenn eine Reihe von Effekten von ACTH, alpha-MSH oder ß-Endorphin bekannt sind. Die Expression des hypophysären POMC in der Haut und die Freisetzung von hypophysären POMC-Derivaten (obligatorisch aus dem Exon 3-Bereich) sind 'anerkannte Hypothese' auf dem betreffenden Forschungsgebiet. Neuerdings wird diese 'Lehrmeinung' jedoch angegriffen und dieser die Hypothese eines (bezogen auf das hypophysäre) aberranten POMC-Gens bzw. eines aberranten POMC-Proteins in Keratinozyten und Melanozyten gegenübergestellt. In dieser Arbeit konnte an der Keratinozytenzellinie HaCaT weder die Expression von hypophysärem POMC noch die Bildung oder Freisetzung hypophysärer POMC-Derivate nachgewiesen werden. An der Epidermoidzellinie A 431 konnte die Expression des hypophysärem POMC ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Lediglich der Einsatz eines der Primerpaare aus dem Bereich des Exon 3 ergab ein sehr schwach positives Signal; diese Befunde sind, insgesamt betrachtet, mit der Existenz einer Variante des hypophysären POMC-Gens in A 431-Zellen, wie sie in einer früher von der Arbeitsgruppe um Farooqi publizierten Arbeit bereits vorgeschlagen wurde (Can et al., 1998), kompatibel. Auch die Bildung und Freisetzung der hypophysärer POMC-Derivate konnte bei A 431-Zellen nicht nachgewiesen werden, was wiederum mit der Existenz eines 'aberranten' POMC-Gens vereinbar ist. Die beiden für den Nachweis von alpha-MSH-IRM bzw. CLIP/ACTH-IRM entwickelten RIAs erfüllten ihre Aufgabe zuverlässig und stehen für weitere Versuche zur Verfügung. Unsere Befunde stützen somit bis jetzt nur die von der Gruppe um Farooqui aufgestellte Hypothese: Sowohl der häufig erhobene Befund eines human-hypophysären POMC-Gens in der Haut als auch unsere diesbezüglich negativen Befunde an Zellinien sind kompatibel mit der Expression eines -bezogen auf das hypophysäre POMC-Gen- aberranten POMC-Gens in der Haut.

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Erstpublikation in

Wettenberg : VVB Laufersweiler 2005

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