Untersuchung der Kurz- und Langzeitletalität sowie des postoperativen Verlaufs nach chirurgischer Koronarrevaskularisation bei akutem Myokardinfarkt in Abhängigkeit des Operationszeitpunktes mittels Etablierung des prospektiven, multizentrischen GERMIN-SURG-Registers

dc.contributor.advisorBöning, Andreas
dc.contributor.advisorRolf, Andreas
dc.contributor.authorGinsberg, Jonas Malte
dc.date.accessioned2024-12-16T08:33:08Z
dc.date.available2024-12-16T08:33:08Z
dc.date.issued2024
dc.description.abstractDie Inzidenz koronarer Herzkrankheiten, insbesondere des Nicht-ST-Hebungsmyokardinfarktes, bleibt beständig hoch. Eine klare Evidenz bezüglich der präferierten Revaskularisationsstrategie und vor allem deren zeitlicher Umsetzung bei akutem NSTEMI fehlt weiterhin. Vorgängige Arbeiten zeigen vermehrt Vorteile einer umgehenden CABG-Operation versus einer verzögerten Versorgung, unter anderem durch Vermeidung oder Unterbindung eines LCOS. Angegebene Letalitätsraten differieren in der Literatur allerdings stark, Follow-Up-Untersuchungen sind selten. Das prospektive, multizentrische GERMIN-SURG-Register mit Follow-Up-Untersuchung wurde zur Darstellung der Kurz- und Langzeitletalität, des perioperativen Verlaufs und der Langzeitfolgen in Abhängigkeit des Operationszeitpunktes bei AMI für die vorliegende Arbeit etabliert. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurden 149 Patienten mit AMI (NSTEMI: n = 117, 78,5%) eingeschlossen. Bei NSTEMI erfolgte die CABG in 41,8% (n = 49) notfällig, also vor Anbruch des nächsten Arbeitstages, sowie in 57,3% (n = 67) dringlich innerhalb von 168 Stunden nach Diagnosestellung. Präoperativ befanden sich Patienten in der Notfall-Gruppe häufiger in einem kritischen Zustand, unter anderem wurde vermehrt eine IABP installiert (p = 0,04). Das Ein-Jahres-Follow-Up (n = 84) nach CABG bei NSTEMI ergab bei begrenzter Fallzahl Hinweise auf seltener notwendige Re-Revaskularisationen bei notfälliger OP (6,4% vs. 0%, p = 0,28) sowie weniger MACCE (17,6% vs. 6,3%, p = 0,19), trotz vermehrten Auftretens von perioperativen Hirnschädigungen (p < 0,01). Die Kurz- und Langzeitletalität sowie die Lebensqualität differierten nicht markant in den Operationsgruppen, unabhängig vom präoperativen Status. Die umgehende CABG-Operation scheint bei Patienten mit akutem NSTEMI unabhängig vom kritischen oder nicht-kritischen präoperativem Status sicher durchführbar und weist einen wahrscheinlich günstigen Langzeitverlauf auf, ohne die Letalität oder Lebensqualität zu beeinträchtigen. Zur Validierung dieser Erkenntnisse und zur Identifikation relevanter Faktoren für die Auswahl des CABG-Zeitpunktes sind weiterführende randomisierte Studien vonnöten.
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/19986
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.22029/jlupub-19341
dc.language.isode
dc.rightsIn Copyright*
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/page/InC/1.0/*
dc.subject.ddcddc:610
dc.titleUntersuchung der Kurz- und Langzeitletalität sowie des postoperativen Verlaufs nach chirurgischer Koronarrevaskularisation bei akutem Myokardinfarkt in Abhängigkeit des Operationszeitpunktes mittels Etablierung des prospektiven, multizentrischen GERMIN-SURG-Registers
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2024-10-28
local.affiliationFB 11 - Medizin
thesis.levelthesis.doctoral

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