Impfbereitschaft von Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gegen SARS-CoV-2: Eine multizentrische Befragung zu Beginn der Impfkampagne in Deutschland

dc.contributor.advisorMüller-Ladner, Ulf
dc.contributor.authorDelia, Dana
dc.date.accessioned2026-07-17T07:55:21Z
dc.date.issued2025
dc.description.abstractDie WHO rief am 11. März 2020 die COVID-19-Pandemie aus. Verursacht wurde das weltweite Infektionsgeschehen durch das SARS-CoV-2. Da Patient*innen mit einer ERE sowohl mit immunmodulierenden bzw. immunsupprimierenden Therapien behandelt werden als auch häufiger SARS CoV-2-relevante Komorbiditäten aufweisen, bestand für diese Patient*innengruppe gerade zu Beginn der Pandemie ein besonderes Risiko. Mit dem Beginn der weltweiten Impfungen im Dezember 2020 gab es Hoffnung, diesem Risiko entgegenzuwirken. Die Frage nach der Impfbereitschaft der Patient*innen mit ERE war zu Beginn der Impfkampagne von großer Bedeutung, um die Impfberatung für diese spezielle Patient*innengruppe zu optimieren. Daher untersuchte die vorliegende Studie die Impfbereitschaft von Patient*innen mit einer ERE zur Teilnahme an den SARS-CoV-2-Impfungen in Deutschland zu Beginn der Impfkampagne im Frühjahr 2021. Zur Beantwortung der Fragestellung wurden in einem Zeitraum von 3 Monaten deutschlandweit Befragungen durchgeführt: Vom 13. Januar bis zum 21. April 2021 wurden Patient*innen mit einer ERE gebeten, einen Fragebogen zu beantworten, der ihre Bereitschaft zu einer SARS-CoV-2-Impfung zum Gegenstand hatte. Darunter befanden sich Patient*innen aus ambulant versorgenden rheumatologischen Praxen, rheumatologischen Fachkrankenhäusern sowie rheumatologische Primärversorgungszentren. Insgesamt wurden 3.661 Fragebögen gesammelt, ausgewertet und mit der Impfbereitschaft von Patient*innen mit anderen chronischen Erkrankungen (Kontrollgruppe) verglichen. Annähernd 90 Prozent der Befragten waren bereit, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Die Bereitschaft zur Impfung war unabhängig von Geschlecht, Art der ERE und immunmodulatorischen Therapie. Lediglich die jüngeren Patient*innen (18 bis 30 Jahre) waren weniger häufig bereit, sich impfen zu lassen, wohingegen die Impfwilligkeit mit jeder Altersdekade anstieg. Patient*innen, die sich gegen Grippe impfen ließen, waren häufiger bereit, sich auch gegen COVID-19 impfen zu lassen. Im Vergleich zur Bereitschaft von Patient*innen mit anderen chronischen Erkrankungen (Kontrollgruppe) konnte ein statistisch signifikanter Unterschied festgestellt werden, welcher jedoch wahrscheinlich durch die Gruppengröße und andere Parameter wie Alter und Befragungszeitpunkt beeinflusst wurde. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass Impfprogramme für ERE-Patient*innen aufgrund der hohen Bereitschaft, sich impfen zu lassen, ein großes Erfolgspotenzial haben. Impfkampagnen und ärztliche Beratungsgespräche sollten insbesondere die jüngeren ERE-Patient*innen adressieren, da hier eine niedrigere Impfbereitschaft besteht.
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/21710
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.22029/jlupub-21054
dc.language.isode
dc.rightsAttribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 Internationalen
dc.rights.urihttp://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/
dc.subjectCOVID
dc.subjectentzündlich rheumatische Erkrankung
dc.subjectImpfbereitschaft
dc.subjectImpfverhalten bei Rheuma
dc.subject.ddcddc:610
dc.titleImpfbereitschaft von Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gegen SARS-CoV-2: Eine multizentrische Befragung zu Beginn der Impfkampagne in Deutschland
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2026-05-11
local.affiliationFB 11 - Medizin
thesis.levelthesis.doctoral

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