Skelettofaziale Veränderungen der Herbst-Behandlung in Bezug zum pubertären Wachstum : Eine röntgenkephalometrische Langzeituntersuchung bis zum Wachstumsabschluss

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Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Ermittlung der skelettofazialen Veränderungen bei der Distalbissbehandlung (Klasse II/1)von Jugendlichen mit der Herbst-Apparatur unter Berücksichtigung der Wachstumsperiode zum Zeitpunkt der Behandlung. Das Patientengut umfasste 82 Probanden der Angle-Klasse II/1, die mit der Herbst-Appparatur behandelt wurden. Die Patienten wurdenan hand der skelettalen Reife (Handröntgenanalyse) in drei Wachstumsgruppen in Bezug zum pubertären Wachstumsgipfel (Peak)eingeteilt: · Pre-Peak (n=21) · Peak (n=31) · Post-Peak (n=30) Fernröntgenseitenbilder (FRS) des Kopfes der Probanden wurden zu drei Zeitpunkten analysiert: (1) vor Herbst-Behandlung, (2) nachHerbst-Behandlung und (3) nach Wachstumsabschluss. Die vertikale und sagittale Kieferrelation sowie die Profilkonvexität, Lippenpositionund Gesichtshöhe wurden ermittelt. Die röntgenkephalometrischen Veränderungen während drei Untersuchungszeiträumen wurdenfestgehalten: (1) therapeutischer Zeitraum, (2) posttherapeutischer Zeitraum und (3) totaler Untersuchungs-zeitraum. Die Untersuchung lieferte folgende Ergebnisse: · Im therapeutischen Zeitraum kam es beim Vergleich der drei Wachstumsgruppen mit Ausnahme von zwei Variablen zu keinenUnterschieden. Der SNA-Winkel (sagittale Entwicklung der Maxilla) verkleinerte sich in der Peak-Gruppe mehr als in derPost-Peak-Gruppe. Der NsNoPgs-Winkel (Weichteilgesichtsprofil-Entwicklung mit Berücksichtigung der Nase) vergrößerte sich in derPost-Peak-Gruppe mehr als in der Pre-Peak-Gruppe. ·Im posttherapeutischen Zeitraum unterscheiden sich zwei Typen von Variablen: die, die ungünstige Veränderungen zeigten und die, diegünstige Veränderungen zeigten : Ungünstige posttherapeutische Veränderungen zeigten die Variablen SNA, ANB, ANPg, Wits, NsNoPgs, OL-E-Linie, UL-E-Linie. Beidiesen Variablen waren die Veränderungen in der Pre-Peak-Gruppe am größten und in der Post-Peak-Gruppe am geringsten. EineAusnahme bildete der Wits-Wert, hier waren die Veränderungen in allen drei Wachstumsstadien gleich groß. Günstige posttherapeutische Veränderungen zeigten die Variablen ML/NSL, NL/ML, SNB, SNPg, G-Index ant., G-Index post.. Auch beidiesen Variablen waren die Veränderungen in der Pre-Peak-Gruppe am größten und in der Post-Peak-Gruppe am geringsten. Schlussfolgernd konnte festgestellt werden, dass auf lange Sicht in Bezug auf ungünstige Variablenveränderungen nach der aktivenBehandlung eine späte (Post-Peak) Herbst-Behandlung besser und stabiler war als eine frühe (Pre-Peak und Peak) Behandlung.

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