Vergleichende Darstellung anatomischer Transversalschnitte des Thorax, des Abdomens und des Cavum pelvis mit Beschreibung der computertomographischen Schnittbildanatomie des Hundes
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Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Arbeit war die vergleichende Darstellung anatomischer Transversalschnittedes Stammes eines Hundes und transversalradiologischer Schnittbilder eines anderenHundes in verschiedenen Fenstern. Zum einen wurden die jeweils korrespondierendenanatomischen Strukturen benannt zum anderen ihr computertomographisches Aussehenbeschrieben.Hierfür wurden von zwei männlichen Deutschen Schäferhundmischlingen am Institut fürAnatomie, Histologie und Embryologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der UniversitätZagreb, Kroatien anatomische Transversalschnitte angefertigt. Nach einer kombiniertenFormalin-/Gefrierfixation wurde der Truncus nach Absetzen des Kopfes, des Halses derGliedmaßen sowie des Schwanzes unter Verwendung einer elektrischen Bandsäge inScheiben mit einer Schnittstärke von 15 50 mm zersägt. Von den so erhaltenen32 Schnittebenen lagen 15 im Bereich des Thorax, 8 im Bereich des Abdomens und 9 imBereich des Cavum pelvis. Anschließend wurden die Sägeschnitte gereinigt, digitalisiert unddie relevanten anatomischen Strukturen identifiziert und benannt.Für die computertomographischen Studien wurden 20 intakte, klinisch unauffällige Rüdenunterschiedlicher Rassen aus dem Patientengut des Klinikums Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Giessen, Klinik für Kleintiere, untersucht. Verwendet wurde ein moderner16-Zeiler der Firma Philips vom Typ Brilliance TM CT. Nach ausreichender Allgemeinanästhesiewurden die Hunde entsprechend den fixierten Tierkörpern in Brust-Bauchlagegelagert und native Spiral-CT Aufnahmen vom gesamten Stamm in einem Weichteilfenstermit einer Schichtdicke von 3 mm aufgenommen. Nach Bearbeitung der Bilder wurde dieSerie mit der höchsten Korrelation zu den Sägeschnitten ausgewählt und jedem anatomischenSchnitt das CT Bild mit dem höchsten Grad an Übereinstimmung zugeordnet. Ergänzendwurden im Falle der Thoraxaufnahmen ein Lungenfenster und im Falle der Abdomen- undBeckenaufnahmen ein Knochenfenster aus den Rohdaten rekonstruiert. Jedes CT Bild wurdedem korrespondierenden anatomischen Schnitt gegenüber gestellt und verglichen. Konntendie in den anatomischen Referenzschnitten benannten Strukturen im CT Bild ebenfallsidentifiziert werden, wurden sie entsprechend bezeichnet. Anschließend wurde die computertomographischeSchnittbildanatomie der einzelnen Ebenen detailliert beschrieben. Aufgrundder großen Bedeutung topographisch-anatomischer Kenntnisse für Bildgebende Verfahrenwurde neben der rein deskriptiven Beschreibung der einzelnen Strukturen und Organe aufdiesen Aspekt besonderen Wert gelegt.Die Untersuchungen dieser Studie haben gezeigt, dass die meisten anatomischen Strukturenbei Verwendung von modernem Equipment auch im Nativscan problemlos identifiziertwerden können. Dennoch war es nicht oder nur eingeschränkt möglich in den CT AufnahmenAnteile des peripheren Nervensystems, kleinere vaskuläre Strukturen, Ausführungsgänge vonDrüsen, Details des Herzens, Lymphknoten, Gelenkknorpel, seröse Häute, Sehnen, Bänderoder Faszien sicher nachzuweisen. Die in der veterinärmedizinischen Literatur für dieeinzelnen Gewebe und Organe angegebenen Radiodensitäten konnten weitgehend bestätigtund darüber hinaus ergänzt werden. Ermittelte Radiodensitäten im Rahmen dieser Studiebetrugen für Muskelgewebe 60 ± 10 HE, für Fettgewebe -72 ± 7 HE, für die Kortikalis1130 ± 140 HE sowie die Spongiosa 330 ± 25 HE im Bereich der Wirbelkörper, für hyalinenKnorpel 120 ± 10 HE, für die gesunde Bandscheibe 100 ± 13 HE, für den Thekalsack42 ± 10 HE, für die Lunge -804 ± 85 HE, für die Leber 67 ± 10 HE, für die Milz 73 ± 8 HE,für das Pankreas 40 ± 8 HE, für die Nieren 36 ± 10 HE, für die Nebennieren 37 ± 6 HE, fürdie Prostata 46 ± 11 HE, für die Magenwand 52 ± 6 HE, für die Darmwand 48 ± 14 HE, fürdie Harnblasenwand 35 ± 6 HE sowie für Flüssigkeiten zwischen 6 und 58 HE. Darüberhinaus konnte gezeigt werden, dass eine gute Übereinstimmung zwischen den anatomischenund transversalradiologischen Schnitten besteht, obwohl die einzelnen Untersuchungen anverschiedenen Hunden durchgeführt wurden. Die größten Abweichungen resultieren dabeiaus der Tatsache, dass die anatomischen Studien post mortem, die CT Untersuchungen jedochintra vitam durchgeführt wurden. Des Weiteren unterliegen unterschiedliche Individuen dernormalen anatomischen Varianz und sich stetig ändernde physiologische Gegebenheiten sinduntrennbar mit dem Leben verbunden.Die Beschreibung der normalen speziesspezifischen Daten ist Grundvoraussetzung für jedesBildgebende Verfahren um zu einem leistungsfähigen diagnostischen Hilfsmittel zu werden.Vor diesem Hintergrund eröffnet sich die Möglichkeit, anhand transversalanatomischerReferenzschnitte und der Beschreibung computertomograpischer Normalbefunde, einererleichterten Interpretation von CT-Scans.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
