Vorkommen und prognostische Relevanz des Granulozyten-Kolonie-Stimulierenden Faktors im Ovarialkarzinomgewebe
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Zusammenfassung
Hintergrund: Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor (G-CSF) produzierende Tumoren wurden im Zusammenhang mit einer schlechten Prognose beobachtet. Leider basiert diese Feststellung nur auf mehreren Fallberichten. Daher wurde die Untersuchung der Expression von G-CSF in Tumorzellen und Tumor Stroma in einem großen Kollektiv von ovarialkarzinomerkrankten Patientinnen mit Langzeit-Follow-up vorgenommen.Methode: Tumorgewebe und klinische Datensätze von 175 Patienten mit histologisch gesichertem Ovarialkarzinom wurden auf G-CSF Expression in Tumorzellen und dem umgebenden Stroma analysiert. Die Ergebnisse wurden mit dem peripheren Blutbild und anderen prognostischen Faktoren beim Ovarialkarzinom verglichen.Ergebnisse: Es konnte weder eine Korrelation zwischen den beiden G-CSF Expressionen in Tumorzellen und umgebendem Stroma noch hinsichtlich der Prognose oder peripherem Blutbild gefunden werden. Man fand nur einen positiven Einfluss von Granulozyten in dem Tumor-Stroma auf die Prognose, die sich jedoch in multifaktoriellen Analysen nicht als signifikant erwies.Schlussfolgerungen: Im Gegensatz zu den vielen Fallberichten aus anderen Disziplinen, stellt die G-CSF Expression in Tumorzellen und dem umgebenden Stroma keinen nachteiligen prognostischen Faktor beim Ovarialkarzinom dar. Um die Sicherheit einer G-CSF Gabe zur Prävention oder Behandlung der Neutropenie herauszufinden, wären Langzeit-Follow-up und immunhistochemische Charakterisierung des Tumors zu empfehlen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
