Psychische Störungen, Lebensqualität und psychosomatische Behandlung bei Patienten mit Pulmonaler Hypertonie

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Pulmonale Hypertonie ist eine Krankheit, die über verschiedene pathogenetische Wege eine chronische Erhöhung des Blutdrucks in den Lungengefäßen verursacht und in Rechtsherzversagen münden kann. Zu den zunächst unspezifischen somatischen Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Belastungsdyspnoe, Thoraxschmerz, Synkopen und Ödemen kommen psychische Belastungen wie eine deutliche Minderung der (gesundheitsbezogenen) Lebensqualität, Panik- und depressive Syndrome hinzu. In der vorliegenden Studie wurde bei 133 Patienten der Gießener Spezialambulanz für Pulmonale Hypertonie neben soziodemographischen Daten die körperliche Funktionseinschränkung anhand der NYHA-Klassifikation ermittelt. Zusätzlich wurden mittels der Fragebögen PHQ-D, EQ-5D und FPB Angaben zu depressiven Symptomen, Panikattacken, psychosozialer Funktionsfähigkeit, gesundheitsbezogener Lebensqualität sowie der bisherigen Inanspruchnahme psychotherapeutischer Leistungen verbunden mit der Einschätzung der Wirksamkeit dieser erhoben. Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten mit PH häufig an depressiven Störungen (17,7%), Paniksyndromen (7,1%) und einer reduzierten Lebensqualität leiden, was sich in Abhängigkeit des NYHA-Stadiums noch verstärkt. Zahlreiche Patienten haben bereits ambulante oder stationäre psychotherapeutische Behandlung in Anspruch genommen. Ein Großteil der Befragten zeigte sich aber einem psychosomatisch-psychotherapeutischen Gesprächsangebot gegenüber aufgeschlossen und würde dieses am liebsten in den Räumlichkeiten der Ambulanz für Pulmonale Hypertonie wahrnehmen. Um eine reduzierte Therapieadhärenz zu vermeiden, sollten bei Patienten mit Pulmonaler Hypertonie mögliche psychische Störungen nicht außer Acht gelassen werden. Ansätze für eine integrierte Versorgung könnten Konsultation-Liaisondienste bieten.

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