Entwicklung einer neuen zellbasierten Qualitätskontrolle der extrakorporalen Photopherese durch CD71-Oberflächenfärbung und Apoptosequantifizierung

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Die extrakorporale Photopherese (ECP) ist seit mehr als 30 Jahren klinisch etabliert und gilt als erfolgreiches Verfahren in der Behandlung verschiedener T-zellvermittelter Erkrankungen. Trotz jahrelanger Nutzung gibt es kein standardisiertes Protokoll für die zellbasierte Qualitätskontrolle. Das Ziel dieser Arbeit war es daher, ein schnelles und zuverlässiges Verfahren zu entwickeln, das die zelluläre Reaktion nach ECP-Behandlung zeigt. T-Zellaktivierungsmarker wie CD71, CD69, CD25 und Ki-67 wurden dazu systematisch mittels Durchflusszytometrie im Hinblick auf Kinetik und Zuverlässigkeit analysiert und es wurden verschiedene T-Zellstimulanzien sowie Zellkulturbedingungen untersucht. Die Ergebnisse wurden mit dem Goldstandard der CFSE-T-Zellproliferationsmessung und der Apoptosemessung unter Verwendung von Sytox- und Annexin-V-Färbung verglichen. Untersucht wurden Proben von 11 gesunden Blutspendern und 10 ECP-Verfahren von 6 Patienten. In Vorversuchen an PBMCs gesunder Blutspender erwies sich der Oberflächenmarker CD71 als geeignet, den Photophereseeffekt in Form einer Proliferationsinhibition schnell und verlässlich nach UVA-/8-MOP-Behandlung anzuzeigen. In den folgenden Validierungsversuchen wurde die CD71-Expression nach Zellstimulation mit CD3/CD28/IL-2 bereits 16 Stunden nach der UVA/8-MOP-Behandlung wirksam unterdrückt. Die Ergebnisse konnten durch die CFSE-Färbung und -Messung bestätigt werden. In Patientenproben erwiesen sich beide Assays auf Proliferationsbasis als weniger sensibel und zeitaufwendig, wohingegen die Apoptosemessung eindeutig einen Effekt der UVA-/8-MOP-Behandlung in allen Proben zeigte. Zusammenfassend stellt die Analyse der CD71-Expression eine neuartige und einfache Qualitätskontrolle dar, um die zelluläre Proliferationsinhibierung nach Photopherese in Proben gesunder Blutspender nachzuweisen. Im klinischen Alltag wäre dieses Verfahren in der Kontrolle der Materialien- und Substanzqualität denkbar. In Patientenproben scheint die Messung der Apoptose der zuverlässigere Test zur Überprüfung von ECP-Verfahren zu sein.

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