Untersuchung der präfrontalen Aktivität als Indikator für die Automatisierung von motorisch-kognitiven Doppelaufgaben mit spezifischen zeitlichen Charakteristiken

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Motorisch-kognitive Doppelaufgaben sind ein fester Bestandteil erwachsenen Alltagslebens indem z.B. Gehen mit kognitiven Aufgaben wie dem Führen einer Unterhaltung kombiniert wird. Obwohl das Gehen als automatisiert gilt und damit geringerer höherer Kontrollanforderung (z.B. im präfrontalen Kortex) unterworfen sein sollte, wodurch Kapazitäten für andere Aufgaben frei würden, kann in Untersuchungen zu lokomotorisch-kognitiven Doppelaufgaben eine Reduktion verschiedener Gangparameter aber auch der kognitiven Leistung selbst bei jungen Erwachsenen beobachtet werden. Diese werden als Doppelaufgabenkosten aufgrund von Interferenzeffekten bei der Informationsverarbeitung interpretiert, die dazu führen, dass automatisierte einer bewussten Steuerung weichen muss. Die vorliegende Arbeit fokussiert auf die Untersuchung der grundsätzlichen Möglichkeit, lokomotorisch-kognitive Doppelaufgaben automatisiert auszuführen. Dazu werden gesunde, junge Studierende mit funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) am präfrontalen Kortex beim Laufbandgehen mit unterschiedlichen Ganggeschwindigkeiten und kognitiven Zusatzaufgaben inklusive einer Langzeittrainingsstudie untersucht. Für die Analyse wird ein Verfahren entwickelt, das sowohl das Ausmaß der präfrontalen Aktivitätsänderung als auch die Änderung der Korrespondenz zwischen motorischen und kognitiven Leistungsparametern und präfrontaler Aktivität von der Einzel- zur Doppelaufgabenbedingung integriert. Dieses Modell ermöglicht die umfassende Interpretation auf der Basis der Informationsverarbeitungstheorie. Schließlich ergibt sich ein Hinweis auf automatisiertes Gehen mit gangsynchronisierter, kognitiver Zusatzaufgabe, obwohl sich doppelaufgabenbedingte Veränderungen im Gangmuster zeigen.

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