Kontraktionsverhalten isolierter Kardiomyozyten adulter Ratten bei starker Hyperglykämie und oxidativem Stress
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Zusammenfassung
Die diabetische Kardiomyopathie ist ein mittlerweile anerkanntes, eigenständi-ges Krankheitsbild. Als Ursachen werden Veränderungen der Kalziumwirkung, der Katecholaminwirkung sowie der Einfluss reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) diskutiert. In dieser Arbeit wurde der Einfluss einer Hyperglykämie auf die verschiedenen Kontraktionsparameter isolierter Kardiomyozyten sowie die Veränderung der Wirkung oben genannter Faktoren an der hyperglykämischen Zelle untersucht. Des Weiteren wurde untersucht, welchen Einfluss Tuberoinfundibulares Peptid (TIP39) als über die NO Produktion wirkender Mediator kardialer Funktion auf die Kontraktionseigenschaften der Zelle unter Hyperglykämie hat. Überprüft wurde damit die Hypothese, dass die durch Hyperglykämie induzierten ROS durch Reaktion mit NO zu Peroxinitrat die NO-Konzentration im Kardiomyozyten senken. Dies könnte ein weiterer Mechanismus sein, wodurch ROS neben der direkt schädigenden Wirkung, dem diabetischen Herzen schaden. Gearbeitet wurde mit isolierten Kardiomyozyten adulter Ratten, welche für 24 Stunden einer starken Hyperglykämie von 35 mmol/l, einer moderaten Hyperglykämie von 15 mmol/l bzw. einem normoglykämischem Medium von 5 mmol/l ausgesetzt waren. Je nach Versuchsaufbau wurden zusätzlich Messun-gen mit verschiedenen Mediumkalziumkonzentrationen, Mediumviskositäten, Isoprenalinkonzentrationen und verschiedenen Konzentrationen an TIP39 durchgeführt. Die Kontraktionsparameter wurden mit einem Video-Gesteuerten Zellgrenzenerkennungssystem gemessen. Bei den für 24 Stunden einer starken Hyperglykämie ausgesetzten Zellen verlangsamte sich vor allem die Relaxationsgeschwindigkeit. Unter Last zeigte sich bei moderater Hyperglykämie eine verstärkte, bei starker Hyperglykämie jedoch eine stark eingeschränkte Zellverkürzung. Die Ansprechbarkeit auf Kalzium war vor allem bei hohen extrazellulären Kalziumkonzentrationen verringert. Dies zeigte sich besonders in einer Reduktion der Kontraktionsgeschwindigkeit. Auch die beta-adrenerge Stimulierbarkeit war bei der hyperglykämischen Zelle herabgesetzt. Hier wurde der Unterschied besonders bei der relativen Zellverkürzung deutlich.Hyperglykämie zeigt keinen Einfluss auf die Ansprechbarkeit auf TIP39 als NO vermittelter Mediator der kardialen Funktion. Unter der Wirkung von L-NA als Inhibitor der eNOS zeigt TIP39 einen deutlich repressiven Effekt auf die relative Zellverkürzung, die Kontraktionsgeschwindigkeit und die Relaxa-tionsgeschwindigkeit. Es sind also nicht nur die langfristigen Schäden eines Diabetes wie Mikro- und Makroangiopathie oder verschiedene histopathologische Veränderungen für die diabetische Kardiomyopathie verantwortlich, sondern bereits nach kurzen Glukosespitzen zeigen sich Veränderungen in der Kontraktionskinetik der Zellen. Besonders deutlich wird dies unter Last. TIP39 wurde eindeutig als Mediator kardialer Funktion über die NO Produktion identifiziert, jedoch hat eine Hyperglykämie keinen Einfluss auf dessen Wirkung. Demnach hat ein Hyperglykämie bzw. die durch diese induzierten ROS keinen signifikanten Einfluss auf die NO Konzentration im Kardiomyozyten.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Endocrinology, 146, 2005, 5, S. 2221-2228
