In der experimentellen Arbeit konnten Methoden zur Untersuchung von pharmakokinetischen Eigenschaften von 11-keto-ß-Boswelliasäure (KBA) und Acetyl-11-keto-beta-Boswelliasäure (AKBA) entwickelt werden. Durch Blutspiegelmessungen bei Probanden und Patienten sowie auch im Tierversuch konnte die orale Bioverfügbarkeit von KBA nachgewiesen werden. Die Detektion von AKBA im menschlichen Blut nach Einnahme von H15-Tabletten zeigte bei der eingesetzten Dosierung in den meisten Fällen nur kleinste Spuren. Im Tierexperiment wurde eine orale sowie intravenöse Bioverfügbarkeit von AKBA dokumentiert.
Im Tierversuch konnte die Passage der Blut-Hirn-Schranke durch beide Boswelliasäuren gezeigt werden, indem Gewebespiegel von KBA und AKBA im Hirn detektiert wurden. Dies ist in Hinblick auf eine mögliche antiproliferative Wirksamkeit bei malignen Tumorerkrankungen des zentralen Nervensystems von Bedeutung.
Anhand von Blutuntersuchungen bei freiwilligen Probanden konnte gezeigt werden, dass eine Erhebung pharmakokinetischer Parametern mit den vorgestellten Methoden möglich ist. Die Bestimmung von Bioverfügbarkeit, Halbwertszeit, Verteilungsvolumen und Clearance erfordert die Durchführung von weitergehenden, umfangreichen Versuchsreihen. Ausführliche pharmakokinetische und auch toxikologische Untersuchungen würden eine wichtige Grundlage für die Zulassung von Boswelliasäuren als Arzneimittel darstellen.
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