Interleukin-1beta in der Leber von Katzen mit Feliner Infektiöser Peritonitis (FIP)

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In dieser Arbeit wurde ein Untersuchungsverfahren zum Nachweis von felinem IL-1beta mittels Immunhistologie angewandt. Es ist gelungen, ein Protokoll zu entwickeln, das routinemässig angewandt werden kann und einen zuverlaessigen Nachweis von zellstaendigem IL-1beta liefert. Bisher veroeffentlichte Protokolle [Kipar 2002] können nicht mehr verwendet werden, da der dort eingesetzte Primaerantikoerper nicht mehr erhältlich ist.Das Immunhistologieprotokoll verwendet eine Antigendemaskierung mit Target Retrieval R und eine Detektion des Antikoerpers mit der Peroxidase-anti-Peroxidase-Methode.Das entwickelte Protokoll wurde angewandt auf Lebergewebe von 82 entweder an FIP gestorbenen oder wegen FIP euthanasierten Katzen und an 91 Katzen einer FIPnegativen Kontrollgruppe aus dem Routine-Sektionmaterial des Instituts für Veterinär-Pathologie der Justus-Liebig-Universität Giessen.Bei allen Katzen mit FIP konnten die erkrankungstypischen pathologisch-anatomischen sowie -histologischen Befunde erhoben werden und ein positiver Nachweis des Coronavirus-Antigens mittels Immunperoxidase durchgeführt werden.In der Immunhistologie konnte IL-1beta in Gewebsmakrophagen (in Granulomen), Monozyten und Kupfferzellen sowie in Gallengangsepithelzellen in der Leber gefunden werden.Dabei wurde IL-1beta in Makrophagen und Monozyten signifikant häufiger bei Katzen mit FIP nachgewiesen, wogegen IL-1beta in Gallengangsepithelzellen signifikant häufiger bei Katzen ohne FIP beobachtet werden konnte. IL-1beta in Kupfferzellen wurde bei beiden Katzengruppen ohne signifikanten Unterschied gefunden.In der Diskussion werden die erhobenen Befunde und ihr Stellenwert in der Pathogenese der FIP besprochen. Es wird geschlossen, dass IL-1beta durch seine vielseitigen Wechelwirkungen mit anderen Zytokinen sowie mit verschiedenen Zellen im Körper einen Einfluss auf die Allgemeinsymptome bei FIP haben kann. Die auf diesem Gebiet bisher bekannten Studien werden in der Literaturübersicht vorgestellt. Unter Berücksichtigung der Studien von Gaige et al. [2004], Hansen und Krueger [1997] und Luheshi et al. [2000] wird angenommen, dass IL-1beta, auch wenn es ortsständig produziert wird, Effekte im ZNS und systemische Wirkungen ausüben kann.Die Expression von IL-1beta in Gallengangsepithelzellen ist bisher nicht beschrieben. Da sie nicht im Zusammenhang mit FIP vorkommt bzw. bei Katzen mit FIP abnimmt, ist eine Ursache für das Vorkommen von IL-1beta in Gallengangsepithelzellen noch zu erforschen. Die Auswertungen nach Alter und Grunderkrankung der Tiere waren hierbei nicht hinweisgebend.Viele Erkenntnisse über Zytokinwirkungen stammen aus der Humanmedizin. Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, in wieweit sie auf die Katze übertragbar sind.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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