Liebhaberin, Königin, Zauberfrau : Studien zur Subjektdarstellung der Frau in der deutschen Literatur um 1200
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Die Nonnsetzung für die Stellung von Frauen in der Gesellschaft, ihreSelbstbestimmung oder Abhängigkeit von Männern oder männlich geprägtenOrdnungen, hat im Hohen Mittelalter, der Stauferzeit, grundlegende Wandlungenerfahren. Das ist an der Literatur dieser Zeit deutlich zu erkennen.Darstellungen, in denen Frauen subjekthaft oder zumindest gleichberechtigtim Verhältnis zum männlichen Partner auftreten, werden abgelöst von einerIdealisierung, in der Frauen hohen gesellschaftlichen Fordenmgen nach Zurückhaltungund Keuschheit unterworfen sind und gleichzeitig die Funktionhaben, Männern zu einer Erziehung zu höherem Eigenwert zu verhelfen.Idealvorstellungen werden ausgebildet, die - wie mit Hilfe der Zivilisationstheorievon Elias herausgearbeitet werden konnte - durch Verinnerlichungüber viele Generationen bis in unsere heutige Zeit weiterwirken. Zwar kannin unserer Zeit nicht mehr von allgemein gültigen Rollenfestlegungen fürMann und Frau gesprochen werden, aber es lassen sich gerade in den intimenBeziehungen der Geschlechter Verhaltensweisen erkennen, die ihreEntsprechungen in den Wandlungen des Frauenbildes haben, das in derhochmittelalterlichen Literatur durch Verschiebung aus subjekthafter zu objekthafterHaltung entstanden ist. Digitalisat mit unkorrigiertem OCR: Suche im Volltext eingeschränkt möglich.Link to publications or other datasets
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Original publication in
Göppingen : Kümmerle Verlag 1996 (Göppinger Arbeiten zur Germanistik : 628)
