Ziel dieser Studie war es drei verschiedene Meßmethoden zur Quantifizierung von erosiv bedingten Zahnhartsubstanzverlusten im Schmelz zu vergleichen. Zu diesem Zweck wurden aus retinierten menschlichen Weißheitszähnen longitudinale planparallele Schmelzproben präpariert, die bis auf ein definiertes Versuchsfeld von 2x2 mm² mit Nagellack abgedeckt wurden. Die Proben wurden einzeln in je 10 ml 0,05 molarer Zitronensäure (pH 2,3) für 30 (Gruppe 1), 60 (Gruppe 2), 90 Minuten (Gruppe 3) oder 120 Minuten erodiert (n jeweils 60). Anschließend wurde der Mineralverlust einerseits als Kalzium- bzw. Phosphatkonzentration in der Erosionslösung, andererseits als räumlicher Substanzverlust durch profilometrische Abtastung der Probenoberfläche bestimmt.
Bei der Betrachtung der Ergebnisse ließ sich sowohl profilometrisch als auch bei der Kalzium- bzw. Phosphatanalyse ein gleichmäßiger Abtrag feststellen. Der größte Mineralverlust wurde bei der Kalziumanalyse festgestellt, der allerdings nahezu identisch mit der Phosphatanalyse war. Bei der Profilometrie jedoch war der Substanzverlust insgesamt um 20% niedriger. Dies lässt sich damit erklären, dass die Profilometrie eine Oberflächenabtastung vornimmt und somit im Gegensatz zu den chemischen Testverfahren keine Aussage über die Demineralisationsschicht treffen kann.
Man kann also sagen, dass die Ergebnisse der Profilometrie, der Kalziumanalyse und der Phosphatanalyse vergleichbar sind, jedoch für die Profilometrie um 20% niedriger ausfallen.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen