PTPIP51 ein multifunktionales Protein im Gehirn

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PTPIP51 wird in mehreren spezifischen Gehirnarealen wie dem Kleinhirn, demHippocampus, dem Nucleus paraventrikularis, dem Nucleus supraopticus, demNucleus accumbens, dem piriformen Kortex, den Colliculi superiores, den Peduncullicerebelli inferiores, dem Genu nervi facialis, dem spinalen Trigeminaltrakt und in derNeurohypophyse exprimiert. Diese lokal differente Expression ermöglicht dieBeteiligung an einer Vielzahl von funktionellen Prozessen wie zum Beispiel optischenReflexen, Lernprozessen, Gedächtnisbildung, Emotionen, Gleichgewicht,Orientierung, Hyposmie bei Morbus Parkinson. Schizophrenie und Depression.Auf zellulärer und subzellulärer Ebene zeigt sich ebenfalls ein sehr heterogenesExpressionsmuster des PTPIP51. Das PTPIP51 interagiert mit der PTP1B, dem 14-3-3beta und dem Neurophysin II. Durch diese Interaktionen greift PTPIP51 inzahlreiche essentielle Signalwege wie den MAPK-, den CNTF- und den NGF- Signalwegein. Deshalb ist eine der Hauptfunktionen des PTPIP51 im Nervengewebewohl die Regulation von Proliferation, Differenzierung, Migration und desVesikeltransports. Neben diesen Funktionen kann dem PTPIP51 bedingt durch seineInvolvierung in diesen Signalwegen eine wichtige Rolle in der Pathogenese vonErkrankungen wie zum Beispiel dem Glioblastom und anderen Hirntumoren, derAlzheimer-Demenz und dem Morbus Parkinson zukommen. Dies macht dasPTPIP51 nicht nur für die Grundlagenforschung, sondern auch für die Klinikinteressant.Die heterogene PTPIP51-Expression und dessen Funktionen lassen sich mit derExistenz möglicher Isoformen des PTPIP51 erklären und wird durch dieunterschiedliche Verteilung mit peptidspezifischen Antikörpern nachgewiesenerFormen gezeigt.Auf Grund seiner weit gefächerten Funktionen im ZNS kann man das PTPIP51 auchals ein multifunktionales Protein des Nervengewebes bezeichnen.Diese Arbeiten stellen die Basis für weitere interessante Studien des PTPIP51 imZNS dar.So laufen bereits weitere Versuche mit kultivierten Glioblastomzellen, die dieWirkung von Chemotherapeutika (PD98059, Gefitinib, Cetuximab) auf die PTPIP51-Expression analysieren. Außerdem wird untersucht, ob die Expressionsrate desPTPIP51 in Ependymomen als möglicher Marker für verschiedene Stadien etabliertwerden kann. Die Rolle von PTPIP51 bei der erhöhten Ausschüttung von Oxytocin inweiblichen Ammenratten soll weiteren Aufschluss über die Funktion im axonalenTransport geben.Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Arbeit eine wichtige Grundlage fürviele weitere sehr interessante Projekte bezüglich des PTPIP51 im ZNS darstellt. Diekommenden Projekte werden nun das PTPIP51 in Relation zu Erkrankungen undmögliche Nutzung für Diagnose und Therapie stellen.

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