Isolierung und Charakterisierung von zellulären Interaktionspartnern des Matrixproteins M1 des Grippevirus Influenza A

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Influenzaviren sind die Erreger der weltweit verbreiteten Virusgrippe. Diese Erkrankung führt bei uns jeden Winter zu Grippewellen, die sichin manchen Jahren zu Epidemien ausweiten können. Das Influenza A Virus, der Prototyp der Orthomyxoviren, ist darüber hinaus in derLage, Pandemien mit zum Teil dramatischen Ausmaßen auszulösen. Das Matrixprotein M1 der Influenza A Viren hat neben seiner strukturellen Rolle im Viruspartikel auch unterschiedliche regulatorischeFunktionen im viralen Replikationszyklus. Verschiedene Experimente deuten darauf hin, dass zumindest ein Teil dieser Funktionen durcheine Interaktion des viralen M1-Proteins mit zelluläre Komponenten vermittelt werden. Ziel dieser Arbeit war die Isolierung undCharakterisierung solcher zellulären Komponenten. In einem Hefe Zwei-Hybrid-Screen wurden 1,6 x 106 unabhängige Klone einer HeLa-cDNA-Genexpressionsbibliothek nach spezifischenInteraktionspartnern des M1-Proteins durchsucht. Dabei wurden unter anderem vier cDNAs mit Teilen der kodierenden Sequenz desRACK1 (Rezeptor der aktivierten C-Kinase (PKC)) isoliert. RACK1 besteht aus sieben sogenannten WD-Repeat-Domänen, die alsProtein-Protein-Adaptoren fungieren und ist hochgradig konserviert. Die Aminosäuresequenzen der homologen Proteine von Mensch,Schwein und Huhn sind identisch. Die gefundene Interaktion ließ sich in einem biochemischen Ansatz bestätigen. Dabei konnte auch gezeigt werden, dass diese Interaktionzwischen den M1-Proteinen von Influenza A Virusstämmen mit unterschiedlicher Wirtsspezifität (Mensch, Schwein und Geflügel) und denentsprechenden (identischen) RACK1-Proteinen konserviert sind. Dies kann als Hinweis dafür gesehen werden, dass die RACK1-Bindungdurch das M1-Protein eine zentrale Rolle bei der Virusvermehrung spielt. Bei der Charakterisierung der Funktion der analysierten Interaktion konnte gezeigt werden, dass das M1-Protein durch die zelluläreProteinkinase C, die auch an RACK1 bindet, phosphoryliert werden kann. Deshalb kann angenommen werden, dass RACK1 alsPKC-Adaptor eine Rolle bei der M1-Phosphorylierung spielt. Außerdem wurde gefunden, dass eine Veränderung der RACK1-M1-Protein-Stöchiometrie im Verlauf einer Influenza A Virus-Replikationzu einer Inhibition der M1-Proteinexpression führt.

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