Peter Pitzen (1886 - 1977) : Sein Leben und Wirken in Gießen und Münster

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Es gilt, aus Almosenempfängern Steuerzahler zu machen . Mit diesem Schlagwort charakterisierte der Orthopäde Konrad Biesalski Anfang des 20. Jahrhunderts die Aufgabe der Krüppelfürsorge und im weiteren Sinne die der Orthopädie. Als Konsequenz des Krüppelausmaßes, das durch seine landesweite Krüppelzählung von 1906 sichtbar geworden war, wurde eine intensive Versorgung und Betreuung der hilfsbedürftigen, körperbehinderten Menschen gefordert. Um diese Idee auf regionaler Ebene umzusetzen, erbaute der Fürsorgeverein für Körperbehinderte Darmstadt e. V. schließlich im 3. Anlauf 1930 1931 die Orthopädische Klinik in Gießen und verwirklichte damit den erstmals schon 1910 gefassten Entschluss, ein Krüppelheim in Gießen zu errichten. Als erster ärztlicher Leiter der Klinik wurde Peter Pitzen auf den neu errichteten Lehrstuhl für Orthopädie berufen. In der vorliegenden Arbeit werden neben seinem Leben und seinem Werk auch die Schwierigkeiten und Hindernisse beschrieben, welche Pitzen überwinden musste, um das Fach Orthopädie aus der Abhängigkeit der Chirurgie zu lösen und seine Daseinsberechtigung als selbständiges Fach insbesondere an einer kleineren Universität zu beweisen. Ein ähnliches Problem erwartete ihn bei seiner Berufung nach Münster 1939, wo nach Zusammenführung der orthopädischen Abteilung der Universitätsklinik mit der Hüfferstiftung ein neuer Lehrstuhl für Orthopädie eingerichtet wurde. Pitzen konnte ein zweites Mal die Orthopädie selbst unter den widrigen Umständen des 2. Weltkrieges an einer kleineren Universität etablieren und beeinflusste so nicht nur die Entwicklung des Faches auf regionaler, sondern auch auf nationaler Ebene.

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