Stereoselektive Silylierung chiraler 1-Aminoallylmetall-Verbindungen mit anschließender Oxidativer Desilylierung

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Zahlreiche Naturstoffe und pharmazeutische Wirkstoffe besitzen in beta-Position zu einer Carbonylgruppe ein chirales Zentrum. Insbesonderechirale Aldolverbindungen 5 sind weit verbreitet. Neben den klassischen Darstellungsmethoden für chirale Aldolverbindungen 5 stellt diestereoselektive Einführung einer Hydroxylgruppe in ein bestehendes Kohlenstoffgerüst eine interessante Alternative dar. Die formaleenantioselektive Knüpfung einer C-O-Bindung, ausgehend von dem Homoenolat-Synthon 1, mit einem 'Hydroxylkation' entspricht einerzweifachen Umkehrung der natürlichen Polarität der Reaktanden. Dieses Ziel konnte erreicht werden durch die zwischenzeitlicheEinführung einer Silylgruppe und anschließender oxidativer Desilylierung. Die Dimethylphenylsilylgruppe besitzt gleich mehrereentscheidende Vorteile: Sie reagiert mit 2 unter hoher Stereoselektivität und hohen chemischen Ausbeuten, sie ist stabil unter den starkbasischen Reaktionsbedingungen, sie erleichtert durch ihren alpha-Effekt eine zweite Metallierung, sie erhöht aufgrund ihres sterischenAnspruchs die Diastereoselektivität einer anschließenden Alkylierung und schließlich lässt sie sich unter vollständiger Retention derKonfiguration in eine Hydroxylgruppe überführen. Metallierung von 3-Phenyl-substituierten 1-SMP-Aminoallylverbindungen mit t-BuLi oder t-BuLi/KOT ergeben chirale 3-metallierte Enamine2. Diese dienen als Syntheseäquivalente des Homoenolat-Synthons 1 und werden von Elektrophilen in 3-Position angegriffen. DieStereoselektivität wird dabei von SMP, einem Prolinderivat, das als chirales Auxiliar dient, induziert. Die Abfangreaktion von 2 mitDMPSCl liefert 3-silylierte Enamine 3. Die Stereoselektivität der elektrophilen Substitution kann von 64 %ee (S) bis zu 95 %ee (R) amC3-Atom in Abhängigkeit von Lösungsmittel, Metallion und Temperatur variiert werden. Die 3-silylierten Enamine können zu beta-Silylketonen4 hydrolysiert werden, welche wiederum als Vorläufer der chiralen Aldolverbindungen 5 dienen. Diese Strategie konnte noch durch eine Eintopf-Synthesesequenz verbessert werden. Dabei entstanden durch Metallierung, Silylierung,Metallierung und Alkylierung der einfachen Ausgangsverbindung Allyl-SMP (R=R'=H) fast enantiomerenreine (R)-beta-Silylaldehyde. DieseAldehyde lassen sich durch Oxidieren und anschließender oxidativer Desilylierung zu chiralen beta-Hydroxycarbonsäuren überführen oderaber durch Reduzieren und anschließender oxidativer Desilylierung zu chiralen 1,3-Diolen überführen. Nach diesem Konzept aus Silylierungund Alkylierung von Allyl-SMP und anschließender oxidativer Spaltung der C-Si-Bindung ist es möglich eine ganze Bibliothek aus hochenantiomerenreinen chiralen Aldolverbindungen darzustellen.

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