Assoziation der Tumor Necrosis Factor TNF alpha Genpolymorphismen (-308) und (-238) bei Pneumokoniosen infolge Asbestfaserstäuben und Quarz

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TNFalpha spielt als eines der bedeutendsten proinfammatorischen Zytokine eine Schlüsselrolle in der Pathogenese entzündlicher und maligner Erkankungen. Für die Promoterregion des TNFalpha- Gens sind die Einzelnukleotidpolymorphismen an der Stelle (-238) und (-308) bisher am besten untersucht und korrelieren mit einer veränderten TNFalpha Protein-Konzentration in vitro. Diese beiden Einzelnukleotidpolymorphismen wurden hier im Rahmen einer Assoziationsstudie untersucht. Die Bestimmung der Genotypen erfolgte mit Hilfe der qualitativen PCR. Das Patientenkollektiv bestand aus n=1019 Probanden, welches sich aus n=162 Silikosen (Nr. 4101 BKV), n=395 Asbestosen (Nr. 4103 BKV), n=33 asbestverursachten Pleuramesotheliomen (Nr. 4105 BKV) und n=374 Bronchialkarzinomen (davon n=48 Asbestinduzierte Bronchialkarzinome (Nr. 4104 BKV) zusammensetzte. Das Kontrollkollektiv bestand aus 177 gesunden Probanden.Wir konnten zeigen, dass das A-Allel des Polymorphismus (-308) des TNFalpha- Gens mit einer signifikanten Risikoerhöhung für Asbestosen (ORroh = 1,57; 95%-KI: 1,05-2,36; p=0,03), insbesondere für die an einer schwerwiegenden Lungenasbestose leidenden Patienten mit der ILO- Klassifikation 3/2, 3/3 und 3+ (ORroh= 4,15; 95%-KI: 1,06-16,16; p=0,04) assoziiert war. Der Vergleich von Patienten mit Asbestose und Patienten mit asbestinduzierten Bronchialkarzinomen zeigt ebenfalls signifikante Ergebnisse (ORroh= 4.08; 95%-KI: 1.53-10.54; p=0,004 und ORadjustiert = 3.89; 95%-KI: 1.49-10.17; p=0,006). Das A-Allel des TNFalpha Polymorphismus (-238) ist bezüglich der asbestinduzierten Bronchialkarzinome mit einem tendenziell protektiven Effekt assoziiert (ORroh = 0,47; 95%-KI: 0,10-2,13; p=0,33) und (ORadjustiert = 0,715; 95%-KI: 0,092-5,561; p=0,749). Für das A-Allel des TNFalpha Polymorphismus (-238) konnten keine signifikanten Ergebnisse erzielt werden, auch der direkte Vergleich zwischen fibrosierenden und malignen Lungenerkrankungen ließ lediglich eine tendenziell Risikoveränderungen nachweisen.Hierbei zeigte sich ein erhöhtes Risiko für fibrosierende Lungenerkrankungen (ORroh = 1,058; 95%-KI: 0,687-1,631; p=0,797) und (ORadjustiert = 1,056; 95%-KI: 0,65-1,716; p=0,826). Insgesamt haben Träger des A-Allels der Polymorphismen (-308) und (-238) ein deutlich erhöhtes Risiko an fibrosierenden Lungenerkrankungen zu erkranken und ein erniedrigtes Risiko für Tumorerkrankungen. Diese genetische Variabilität könnte einen Teil derinterindividuell unterschiedlichen Suszeptibilität erklären. In der weltweiten Literatur finden sich wenige Studien, die den Zusammenhang zwischen den Einzelnukleotidpolymorphismen an der Stelle -238 und -308 des TNFalpha und Pneumokoniosen untersucht haben.

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