Klinisches Follow-up zu Inzidenz und Art kardiovaskulärer Ereignisse von Patienten mit koronarangiographisch diagnostizierter hämodynamisch nicht signifikanter Koronarsklerose innerhalb eines Beobachtungszeitraums von fünf Jahren

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Die Koronarangiographie ist und bleibt derzeit der Goldstandard in der Diagnostik der koronaren Herzkrankheit. Dabei wird koronarangiographisch unterschieden zwischen hämodynamisch wirksamen, signifikanten Koronarstenosen (>50% Lumeneinengung) und Stenosen, die hämodynamisch als nicht signifikant eingeschätzt werden (Lumeneinengung <50%). Während hämodynamisch wirksame, signifikante Koronarstenosen bei Ischämienachweis bzw. typischer Angina pectoris in der Regel mittels percutaner Koronarintervention bzw. Bypassoperation mit dem Ziel der Revaskularisation behandelt werden, werden die nicht signifikanten Koronarstenosen nicht interventionell angegangen, sondern konservativ, d.h. medikamentös oder gar nicht behandelt. Die Mehrzahl aller akuten Koronarsyndrome und auch ST-Hebungsinfarkte gehen in diesem Zusammenhang auf atherosklerotische Läsionen zurück, die eben lediglich eine geringe bis mässiggradige Stenosierung (<50% Lumeneinengung) aufweisen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Prognose von Patienten mit koronarangiographisch gesicherter, hämodynamisch nicht signifikanter Koronarsklerose hinsichtlich kardiovaskulärer Ereignisse in Relation zu Risikoprofil und medikamentöser Therapie dieser Patienten in einem klinischen Follow-up über fünf Jahre zu erfassen. Patienten des entsprechenden Kollektivs (n=368) wurden bei Entlassung zu jeweils 60% mit ß-Blocker, ACE-Hemmer, ASS und zu 36% mit einem Statin medikamentös konservativ therapiert. Zum Zeitpunkt des Follow-up hatten im Mittel 40.25% der Patienten die verordnete Medikation beendet. 24.29% der Koronarsklerosepatienten (n=77) erlitten im Zeitraum von fünf Jahren ein kardiovaskuläres Ereignis (MACE). Die statistische Analyse ergab einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse und einem definiertem Risikofaktorprofil. Patienten die durch Non-Compliance charakterisiert waren erlitten signifikant häufiger kardiovaskuläre Ereignisse verglichen mit Patienten die eine kontinuierliche Medikamenteneinnahme aufwiesen. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit weisen auf ein nicht zu unterschätzendes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit hämodynamisch nicht signifikanter Koronarsklerose hin und unterstreichen den Stellenwert einer konsequenten medikamentösen Therapie und umfassenden Behandlung der Risikofaktoren dieser Patienten.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform