Etablierung eines Spermien-Penetrationstestes für equines Sperma
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Zusammenfassung
Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin, einen Mukuspenetrationstest für equines Ejakulat zu entwickeln, der sich für einen standardisierten Einsatz in der spermatologischen Untersuchung eignet. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der möglichst einfachen Integrierbarkeit der Methode in den Ablauf der spermatologischen Routineuntersuchung. Das Verfahren wurde daher mit Hinblick auf seine Praktikabilität, sowie einer nur minimalen Erhöhung von zeitlichem Aufwand und Materialkosten entwickelt.Für die insgesamt 365 durchgeführten Mukuspenetrationstests wurden Medien auf Polyacrylamid-Basis und Ejakulate von zwei gesunden Hengsten verwendet. Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt:- Die besten Ergebnisse konnten mit einem 1,8%igen Polyacrylamid-Gel, TRIS-Puffer und Fruktose-Zusatz erzielt werden. - Der Einsatz von Hämatokrit-Kapillaren hat sich für die Durchführung des Mukuspenetrationstests als geeignet erwiesen.- Es konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen der Penetrationsstrecke des vordersten Spermiums bzw. der vordersten fünf Spermien nachgewiesen werden. Die Erfassung nur eines der beiden Messwerte ist somit ausreichend. - Im Mittel ergaben sich Penetrationsstrecken von 7,7 mm, was im Vergleich zu den wenigen, vorhandenen Daten aus vorherigen Studien für equines Ejakulat unter Verwendung eines anderen Gels eine deutliche Reduktion der Messgröße darstellt.- Es konnten signifikante Korrelationen zwischen der Penetrationsstrecke des vordersten Spermiums und der vordersten fünf Spermien zu den Parametern Dichte (p < 0,001; r = -0,293 bzw. r = -0,296), Motilität (p = 0,009; r = 0,201 bzw. p = 0,008; r = 0,202), Vorwärtsbeweglichkeit (p = 0,003; r = 0,224 bzw. r = 0,225) und Anteil lebender Spermien (p = 0,030; r = 0,166 bzw. p = 0,028; r = 0,168) gefunden werden. Die Korrelationsanalysen zwischen der Penetrationsstrecke des vordersten Spermiums und der vordersten fünf Spermien zu den klassischen Laborparametern wiesen dabei jedoch eine hohe Streuung der Werte um die Regressionsgerade auf.- Die multiple Korrelationsanalyse ergab, dass die Distanz im Mukuspenetrationstest als eigenständiger Parameter in der spermatologischen Untersuchung zu werten ist und nicht aus den übrigen Messwerten bestimmt werden kann. Grundsätzlich ist ein standardisierter Einsatz des entwickelten Mukuspenetrationstests in der spermatologischen Untersuchung von equinen Proben ohne wesentliche Erhöhung der Kosten und des zeitlichen Aufwandes möglich. Jedoch ist der in dieser Arbeit eingesetzte Test noch nicht praxistauglich. Weitere Modifikationen, insbesondere an der Gelmatrix, sind zur Standardisierung und zum Einsatz in praxi erforderlich.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
