Zur labordiagnostischen Therapieüberwachung bei der Niereninsuffizienz der Katze

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Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die verschiedenen Laborparameter der Nierendiagnostik auf ihre Eignung zur Diagnostik vonNiereninsuffizienzen, zur prognostischen Einschätzung des Krankheitsverlaufes und zur Therapieüberwachung (Verlaufskontrolle) zuüberprüfen. Zu diesem Zweck wurden 29 Katzen verschiedener Rassen, beiderlei Geschlechts und unterschiedlichen Alters an der MedizinischenVeterinärklinik I, Innere Krankheiten der Kleintiere der Justus-Liebig-Universität Gießen, mit der Diagnose Niereninsuffizienz während ihresstationären Aufenthaltes unter standardisierter Therapie mit regelmäßigen Urin- und Blutuntersuchungen überwacht. Ferner wurdenröntgenologische und sonographische Untersuchungen vorgenommen. Nur 6 Patienten standen nach erfolgloser Therapie einerpathologisch-histologischen Untersuchung zur Verfügung. Die Urinuntersuchungen, die zu Therapiebeginn und im folgendem an jedem zweiten Tag durchgeführt wurden, beinhalteten dieBestimmung des spezifischen Gewichtes, der Osmolalität, eine semiquantitative Teststreifenanalyse sowie die Untersuchung desSediments. Ferner wurden zur späteren Berechnung der Quotienten der Nierenfunktion und der fraktionierten Elektrolytausscheidung dieUrinkonzentrationen von Harnstoff, Kreatinin, Natrium, Kalium, Chlorid und anorganischem Phosphat untersucht. Zudem erfolgte einequalitative Analyse der Urinproteine mittels SDS-PAGE. Die gleichzeitig vorgenommenen Blutuntersuchungen umfaßten das rote und weiße Blutbild, die Bestimmung derBlutplasmakonzentrationen von Harnstoff, Kreatinin, der Elektrolyte Natrium, Kalium, Chlorid, anorganisches Phosphat und Kalzium, desBilirubins, der Glukose und des Cholesterins sowie die Blutplasmaaktivitäten der Leberenzyme AP, GOT (ASAT), GPT (ALAT) und GLDH.Zusätzlich wurden die Gerinnungsparameter und der Säure-Basen-Status bestimmt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden auf ihre Aussagekraft für die Diagnosestellung der Niereninsuffizienz bei der Katze, für dieprognostische Einschätzung des Krankheitsverlaufes schon zu Therapiebeginn und für die Therapieüberwachung (Verlaufskontrolle)ausgewertet. Zur Diagnostik von Niereninsuffizienzen und zur prognostischen Einschätzung des Krankheitsverlaufes und damit der Schwere derErkrankung erscheinen besonders geeignet: - die Blutplasmakonzentrationen von Harnstoff und Kreatinin, wobei die des Kreatinins der aussagekräftigere Parameter ist (ungünstige Prognose, wenn PU > 40,0 mmol/l oder PC > 600,0 µmol/l) - die Blutplasmakonzentration von anorganischem Phosphat (ungünstige Prognose, wenn PP > 3,0 mmol/l) - das spezifische Gewicht des Urins und die Urinosmolalität (ungünstige Prognose, wenn USG < 1015 bzw. UOsm < 600 mmol/kgH2O) - die Quotienten der Nierenfunktion U/PU, U/PC, U/POsm (günstige Prognose, wenn U/PU bzw. U/PC > 20 oder U/POsm > 1,5) - das rote Blutbild (für die Prognosestellung) Zur Therapieüberwachung (Verlaufskontrolle) sind geeignet: - die Blutplasmakonzentration von Harnstoff und Kreatinin - die Blutplasmakonzentration von anorganischem Phosphat - das spezifische Gewicht des Urins und die Urinosmolalität - die Quotienten der Nierenfunktion - die fraktionierte Elektrolytausscheidung von Natrium, Kalium, Chlorid und anorganischem Phosphat - die SDS-PAGE Die größte Bedeutung für die Betreuung nierenkranker Katzen kommt somit den Blutplasmakonzentration von Harnstoff, Kreatinin undanorganischem Phosphat sowie dem spezifischen Gewicht des Urins, der Urinosmolalität und den Quotienten der Nierenfunktion zu, daalle diese Werte sowohl zur Diagnostik von Niereninsuffizienzen als auch zur prognostischen Einschätzung des Krankheitsverlaufes schonzu Beginn einer Therapie und zur Therapieüberwachung (Verlaufskontrolle) gut geeignet sind. Unter Praxisbedingungen trifft dieses vorallem auf die erstgenannten vier Laborparameter zu, da ihre Bestimmung in einer durchschnittlich ausgerüsteten Kleintierpraxis möglich ist.

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