Beteiligung der Lunge bei einer extremen Rechtsherzhypertrophie in spontan hypertensiven Ratten

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SHR sind ein etabliertes Tiermodell zur Untersuchung der essentiellen arteriellen Hypertonie. In den vergangenen Jahren wurde überraschenderweise festgestellt, dass 7 % der weiblichen SHR-Tiere eine massive Rechtsherzhypertrophie (SHR-RVH) mit unbekanntem Trigger entwickelten. Möglicherweise sind molekulargenetische Unterschiede in der Lungenstrombahn an der Entstehung dieser Rechtsherzhypertrophie beteiligt. RT-PCR der Lunge, des rechten Ventrikels und der Niere der SHR-RVH im Vergleich zu SHR und normotensiven WIS-Ratten geben Aufschluss über mögliche Veränderungen in der Genexpression, die mit Hilfe des Western-Blots und ELISAs auf Proteinebne validiert werden können. Schlüsselbefunde der umfassenden molekulargenetischen Untersuchungen zeigen, dass das PTHLP der SHR-RVH im Gegensatz zu den SHR herunterreguliert ist. PTHLP kann eine pulmonale Vasodilatation vermitteln. PTHLP besitzt ebenfalls hemmenden Einfluss auf die ET-1 Effekte. Außerdem ist der pulmonale EDNRB-Rezeptor der SHR-RVH, der für die Clearance von ET-1, einem starken Vasokonstriktor, verantwortlich ist, herunterreguliert. Die lokale pulmonale ET-1-Konzentration ist in SHR-RVH erhöht. Eine erhöhte ACTA2-Expression in der Lunge der SHR-RVH spricht für einen pulmonalen Gefäßumbau. Des Weiteren ist der kardiale EDNRA-Rezeptor der SHR-RVH herunterreguliert. EDNRA ist an der Ausbildung einer maladaptiven Rechtsherzhypertrophie beteiligt, die durch die Herabregulation des Rezeptors in den SHR-RVH ausgeschlossen werden kann. Dementsprechend kann der Signalweg von EDNRA einen entscheidenden Einfluss im Übergang einer Rechtsherzhypertrophie zu einer Rechtsherzinsuffizienz haben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in einer Subpopulation an weiblichen SHR- Tieren expressionelle Veränderungen in der Lunge vermutlich eine Nachlasterhöhung des rechten Ventrikels bewirken, die sekundär zu einer Rechtsherzhypertrophie in den SHR- RVH führt, die jedoch ohne nennenswerte Funktionsverluste einhergeht. Weiterhin zeigen die Befunde, dass der rechte Ventrikel auch langfristig im Stadium einer kompensatorischen Hypertrophie verbleiben kann.

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