Analyse der Lokalisationsmuster von Claudin 1, Claudin 5 und Claudin 10 in der Endometriose und in der Adenomyose
| dc.contributor.advisor | Konrad, Lutz | |
| dc.contributor.advisor | Middendorff, Ralf | |
| dc.contributor.author | Löffelmann, Anna | |
| dc.date.accessioned | 2026-09-23T08:09:55Z | |
| dc.date.issued | 2026 | |
| dc.description.abstract | Die Endometriose und die Adenomyose sind zwei häufige gynäkologische Krankheitsbilder, die für die erkrankten Frauen einen hohen Leidensdruck bedeuten. Trotz der erheblichen Einschränkung der Lebensqualität ist die Pathophysiologie dieser zumeist chronischen Erkrankungen weiterhin nicht vollständig erklärt. Diese Arbeit untersucht drei strukturelle Proteine der Claudin-Familie und ihre Expression in der Endometriose und der Adenomyose immunhistologisch. Es erfolgen vergleichende Analysen in eutopen Endometrien gesunder und erkrankter Frauen, extrauterinen Läsionen des Ovars und des Peritoneums, der tief infiltrierenden Endometriose und in Läsionen der Adenomyose anhand des Prozentsatzes an positiven Drüsenzellen und des H-Scores. Zum einen werden mit Claudin 1 und 10 Proteine analysiert, die eine wichtige Rolle im Erhalt der Zell-Zell Adhäsion und der Integrität des Zellverbands spielen. Es kann der Erhalt des epithelialen Charakters sowohl in den Endometrien erkrankter Frauen als auch nach Implantation in ektopes Gewebe gezeigt werden. Somit kann die These einer kompletten Epithelialen-Mesenchymalen-Transition als ursächlicher Mechanismus für die Abwanderung der eutopen Endometrienzellen nicht bestätigt werden. Während Tumorzellen Mechanismen, wie die EMT, benötigen um aus Zellverbänden auszubrechen, erleichtert die physiologische monatliche Menstruation das Ablösen der endometrialen Zellen. In Zusammenschau der bereits publizierten Studien über den inkompletten Verlust von epithelialen Markern und dem Zugewinn an mesenchymalen Markern kann von einer partiellem EMT ohne Verlust der Zell-Zell-Kontakte in den ektopen Endometriumzellen ausgegangen werden. Außerdem kann die große Ähnlichkeit des endometrialen Gewebe und der Läsionen als Ausdruck für einen gemeinsamen Ursprung aufgefasst werden, was die Entstehungstheorie nach Sampson unterstreicht. Als weiterer Aspekt dieser Arbeit ermöglicht Claudin 5 eine Analyse der Vaskularisation in der Endometriose und zeigt auf, dass eine ausgeprägte Angiogenese, wie sie für die Tumorgenese charakteristisch ist, in den extrauterinen Geweben für das Überleben der Läsionen nicht notwendig erscheint. Die im Rahmen der retrograden Menstruation verschleppten endometrialen Gefäße scheinen ausreichend zu sein. Des Weiteren werden die Proteine auf ihre Beteiligung an der Symptomentstehung untersucht. Die Lokalisationsverschiebung von Claudin 10 lässt durch eine gestörte Ionenhomöostase eine Beteiligung an der Entstehung der Infertilität erahnen. Durch Claudin 1 werden Co-Lokalisationen von endometrialen Läsionen und peripheren Nerven insbesondere in der tief infiltrierenden und peritonealen Endometriose identifiziert, welche unter anderem den Endometrioseschmerz beeinflussen könnten. | |
| dc.identifier.uri | https://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/22052 | |
| dc.identifier.uri | https://doi.org/10.22029/jlupub-21395 | |
| dc.language.iso | de | |
| dc.rights | In Copyright | |
| dc.rights.uri | http://rightsstatements.org/page/InC/1.0/ | |
| dc.subject | Endometriose | |
| dc.subject | Adenomyose | |
| dc.subject | Claudine | |
| dc.subject.ddc | ddc:610 | |
| dc.title | Analyse der Lokalisationsmuster von Claudin 1, Claudin 5 und Claudin 10 in der Endometriose und in der Adenomyose | |
| dc.type | doctoralThesis | |
| dcterms.dateAccepted | 2026-08-27 | |
| local.affiliation | FB 11 - Medizin | |
| thesis.level | thesis.doctoral |