Relevanz eines persistierenden Foramen ovale bei pulmonal arterieller Hypertonie
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Zusammenfassung
Die pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) ist eine chronische Erkrankung der Blutgefäße in den Lungen. Sie kann unbehandelt innerhalb weniger Jahre durch ein Cor pulmonale chronicum mit konsekutivem Rechtsherzversagen zum Tode führen. Ein persistierendes Foramen ovale cordis (PFO) ist ein in den meisten Fällen wenige Millimeter kleines funktionell verschlossenes Loch. Bestimmte Druckverhältnisse, z.B. eine PAH, können das Foramen ovale öffnen und somit einen kardialen Rechts-Links-Shunt induzieren. In der Vergangenheit wurde die Hypothese postuliert, dass ein Rechts-Links-Shunt über ein PFO das Cor pulmonale chronicum entlastet. Indem Blutvolumen vom rechten Herzen zum linken fließt, wird die Nachlast der rechten Kammer und somit auch die rechtsventrikuläre Belastung gesenkt sowie das Schlagvolumen der linken Kammer erhöht.Diese Studie hatte das Ziel, die Relevanz eines PFO bei PAH näher zu untersuchen, da zu diesem Thema verschiedene Arbeiten bisher unterschiedliche Ergebnisse erbracht haben. Es wurden 65 an pulmonal arterieller Hypertonie erkrankte Patienten mit der kontrastmittelgestützten transkraniellen Dopplersonographie untersucht. Zwölf Patienten konnten wegen der Diagnose extrakardiale Shunts nicht ausgewertet werden. Die Übrigen konnten mit dieser Methode in zwei Gruppen unterteilt und verglichen werden. Die eine beinhaltete 27 Patienten mit PFO, die andere bestand aus 26 ohne PFO. Befunde der Patienten zur Hämodynamik und Belastbarkeit (Rechtsherzkatheter, Blutgasanalysen, Sechs-Minuten-Gehtests, Blutuntersuchungen und Funktionsklassen) zum Zeitpunkt der Diagnosestellung der PH, ein halbes Jahr, ein ganzes Jahr und zwei Jahre später ergaben keinen statistisch signifikanten Unterschied. Das direkt ermittelte Gesamtüberleben zeigte ebenso wie die Zeitdauer zwischen der Verordnung eines ersten und eines zweiten PH-spezifischen Medikamentes (Phosphodiesterase-5-Inhibitor, Endothelin-Rezeptor-Antagonist, Prostanoide) keine statistisch signifikanten Unterschiede. In einer Substudie konnte bei sechs von sieben Patienten beobachtet werden, dass das Volumen eines Rechts-Links-Shunts über ein PFO bei PAH-Patienten im Laufe der Zeit kleiner wird. Eine pathophysiologische Erklärung hierfür ergab sich nicht.Zusammenfassend konnte in dieser Studie keine Relevanz eines PFO bei PAH gefunden werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
