Moderne Computertechnik ermöglicht es, exspiriertes CO2 nicht nur wie früher gegen die Zeit, sondern auch gegen das exspirierte Volumen aufzuzeichnen (Kapnovolumetrie). Die Vorteile dieser Technik liegen darin, dass die CO2-Kurve weitgehend unabhängig von zeitlichen Faktoren erfasst werden kann und dass direkt aus der Kurve volumenbezogene Parameter wie zum Beispiel Totraumvolumina auf einfache, nicht-invasive Weise abgeleitet werden können.
Seit kurzem sind erste Geräte kommerziell erhältlich, die kapnovolumetrische Messungen sowie eine standardisierte und vollautomatische Auswertung ermöglichen.
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den möglichen Stellenwert dieser automatisierten Kapnovolumetrie-Messung in der Lungenfunktionsdiagnostik abzuschätzen. Dabei interessierten zwei klinisch wichtige Fragestellungen: Zum einen war zu prüfen, ob die Kapnovolumetrie geeignet ist, auf der Basis der Totraumbestimmung einen Bronchospasmolyseeffekt zu erfassen. Zum anderen sollte geklärt werden, ob die automatisierte Kapnovolumetrie anhand des von Smidt und Worth eingeführten Mischluftvolumens, des Bohrschen Totraums oder anhand des Anstiegs der Phase III in der Emphysemdiagnostik bei Mukoviszidosepatienten eingesetzt werden kann. Bis auf das Mischluftvolumen nach Smidt und Worth, das bei variierenden inspiratorischen Volumina erfasst wird (VM25-50/VTin), können dabei alle Werte in Ruheatmung erfasst werden.
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