Maladaptive Hypertrophie nach akutem Myokardinfarkt : positiver Effekt der Knochenmarkstammzelltherapie auf das regionale Remodeling gemessen mittels kardialer MRT

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HintergrundTrotz früher Reperfusionsstrategien bleibt die Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt eine große Herausforderung. Moderne Therapien sollen das linkventrikuläre Remodeling vermeiden. In dieser Arbeit wird im Rahmen der Repair-AMI-MRTSubstudie der Effekt der intrakoronaren Knochenmarkstammzellgabe auf das regionale Remodeling und die linksventrikuläre Funktion untersucht. Im Fokus steht dabei die maladaptive Hypertrophie des Myokards, das heißt, die Entwicklung der myokardialen Wandstärke in infarzierten und vitalen Myokardsegmenten.Mithilfe von SSFP CINE Sequenzen der kardialen MRT können sowohl die regionale Kontraktilität als auch die myokardiale Wandstärke der betreffenden Segmente bestimmt werden. Late-Gadolinium-Enhancement (LGE) Sequenzen ermöglichen die Differenzierung infarzierter und vitaler Segmente.MethodenInsgesamt wurden 54 Patienten einer Baseline und einer 12-Monats-Follow-up MRT-Untersuchungen unterzogen. Das endgültige Patientenkollektiv bestand aus 27 Patienten die Knochenmarkstammzellen bekamen und 27 Patienten in der Kontrollgruppe. Gemessen wurden die enddiastolische Wanddicke und die Wanddickenzunahme. Diese Parameter wurden unabhängig voneinander für vitale und infarzierte Segmente mit Steady-State-Free-Precession-Sequenzen bestimmt. Die Infarktgröße und Transmuralität wurden mit Hilfe von LGE-Sequenzen quantifiziert.ErgebnisseDie enddiastolische Wanddicke nahm sowohl in infarzierten als auch in vitalen Segmenten mit der Zeit signifikant ab. Diese Abnahme war bei allen Patienten beider Gruppen zu beobachten. Bei der Gruppe der Patienten mit einer EF unterhalb des Medians war diese Abnahme in der Stammzelltherapiegruppe signifikant stärker, so dass die Wandstärke nach 12 Monaten in der Stammzelltherapiegruppe signifikant niedriger war. Dieses Ergebnis war sowohl in den infarzierten als auch in den vitalen Segmenten nachzuweisen. Der festgestellte Effekt der Knochenmarkstammzelltherapie auf die enddiastolische Wanddicke war abhängig von der Transmuralität des Infarktes.Nach Normalisierung für die Baseline-Werte konnte der größte Unterschied zwischen den Gruppen bei der geringsten Transmuralität festgestellt werden. Mit steigender Transmuralität nahm der Unterschied ab und bei einer Transmuralität von mehr als 75 % konnte kein Unterschied mehr festgestellt werden.Die Wanddickenzunahme war bei der Baseline-Untersuchung im infarzierten Myokard bei beiden Gruppen im Vergleich zur Norm erniedrigt. Es kam innerhalb der Knochenmarkstammzellgruppe zu einer signifikanten Verbesserung, so dass die 12-Monats-Follow-up-Werte bei der Knochenmarkstammzellgruppe im Vergleich zur Placebogruppe signifikant besser waren.Die Wandstärkenzunahme korreliert invers mit der Wandstärke (r = -0,37, p = 0,0001).SchlussfolgerungIn dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass die Stammzelltherapie einen günstigen Effekt auf die maladaptive Hypertrophie vitaler Segmente und des vitalen Randes subendokardial infarzierter Segmente hat. Die geringere Hypertrophie der vitalen Segmente wirkt sich positiv auf die regionale Kontraktilität aus. Insgesamt zeigt sich damit ein positiver Effekt der Stammzelltherapie auf das regionale Remodeling des infarzierten Ventrikels.

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