Assoziation der Marburg I und II Mutation des Faktor VII aktivierenden Proteins bei koronarer Herzerkrankung und Myokardinfarkt

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Der Marburg I - Polymorphismus (Gly511Glu) von FSAP (Hyaluronic acid binding protein 2, HABP2) besitzt prothrombotische, proarteriosklerotische und proinflammatorische Eigenschaften, so dass eine erhöhte Prävalenz von ACI - Stenosen, Beinvenenthrombosen und der KHK diskutiert wird. Für die Marburg II - Mutation wurden bisher gleiche, aber weitaus schwächere Eigenschaften wie für die Marburg I - Variante dargestellt, oder es wurden keine Assoziationen gefunden. Das Ziel der Studie war zu klären, ob die Marburg I - und II - Mutationen alleine oder in Kombination mit anderen Risikofaktoren eine Assoziation für die KHK oder für den Myokardinfarkt zeigt . Es wurden 723 Patienten nach durchgeführter Koronar-Angiographie, oder nach Diagnose eines Myokardinfarktes, auf die Marburg - Mutationen I und II untersucht. Die Risikofaktoren Adipositas, Rauchen, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus und Hyperlipoproteinämie wurden ebenfalls bezüglich einer Assoziation zu den Mutationen überprüft. Für die Risikofaktoren Adipositas, Rauchen arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus wurde keine Verbindung zu den Mutationen gefunden, es konnte dagegen für Marburg I ein Trend für die Hyperlipoproteinämie (p=0,074) gefunden werden. Vorangegangene Studien stützen dies durch die signifikante Assoziation bezüglich der Parameter Hypertriglyceridämie, Lipoprotein(a) und Hypercholesterinämie. Hinsichtlich des Myokardinfarktes wurde keine direkte Assoziation gefunden (p=0,130 für Marburg I und p=0,441 für Marburg II), ebenso fand sich kein Hinweis bezüglich KHK und der Marburg I - Mutation (p=0,74). Die Studie unterstützt nur mit Berücksichtigung der vorherigen Studien die These einer Risikoerhöhung für eine KHK bei Hyperlipoproteinämie und der Marburg I - Mutation. Es konnte zudem eine hohe Kopplung der beiden Varianten gezeigt werden. Bei Vorliegen einer SNP2-Mutation lag in 75% (n=21) eine SNP1-Mutation vor. Zwischen den beiden Mutationen war durch die statistische Berechnung (Fisher-Test: p<0,001) ein hochsignifikanter Zusammenhang zu erheben. Ebenfalls konnte eine signifikante mittelgradige Korrelation ermittelt werden (Korrelation nach Spearman; r=0,5; p<0,001).

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Giessen : Laufersweiler

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