Molekulare Charakterisierung der Interaktion zwischen dem zellulären Rezeptor CD46 und dem viralen Liganden von BVDV
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Zusammenfassung
Ausgehend von der Arbeitshypothese, dass es sich beim bovinen CD46 um einen möglichen zellulären Rezeptor für das Virus der bovinen viralen Diarrhöe (BVDV) handelt, wurden die molekularen Interaktionen zwischen diesem Molekül und dem Virus näher untersucht und folgende Ergebnisse erzielt: 1. Durch Etablierung eines sensitiven Bindungstests konnte die Adsorption von [3H]-Uridin markiertem BVDV an CD46bov exprimierende Zellen eindeutig nachgewiesen werden. Zusammen mit einer CD46 bedingten Steigerung der Empfänglichkeit von porzinen Zellen (SK6-Zellen) sind die Kriterien erfüllt, um CD46bov als zellulären Rezeptor für BVDV zu bezeichnen. 2. Die Bindungsstelle von BVDV im modular aus 4 CCP-Domänen aufgebauten CD46 Molekül wurde durch 4 Deletions-, 2 Insertions- und 17 Austauschmutationen lokalisiert. Ein auf 3 CCP-Domänen verkürztes CD46 besitzt keine Rezeptorfunktion mehr. Durch homologe Austausche der CCP Module mit porzinem CD46 konnte CCP1 eindeutig als essentiell für die BVDV Bindung und Infektion identifiziert werden. Die Feinkartierung der Bindungsstelle ergab eine wichtige Funktion der sechs in der C-terminalen Hälfte von CCP1 lokalisierten Aminosäuren G40QVLAL45. Die Insertion von zusätzlichen CCPDomänen in CD46 lieferte Hinweise für die mögliche Beteiligung von CCP2 an derBVDV Bindung und Infektion. 3. Mit Hilfe eines Zelladsorptionstests konnte das Glykoprotein E2 von BVDV NADL als CD46bov-bindender Ligand identifiziert werden. Weder das E2 Glykoprotein vom Virus der klassischen Schweinepest (KSPV) noch Erns von BVDV zeigten eine Bindung. Durch Austausch homologer Bereiche im E2 von BVDV und KSPV gelang die Einengung des CD46bov bindenden Bereichs auf die Aminosäuren 57-293. Hierfür wurden 14 E2-Chimären etabliert. Die weitere Untersuchung chimärer E2 Moleküle mit Hilfe reverser Genetik ergab, dass die Anwesenheit der Aminosäuren 57-293 des BVDVE2 im KSPV E2 zu einem Wirtswechsel führte, denn bovine Zellen waren deutlich besser zu infizierenVerknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Wettenberg : VVB Laufersweiler 2003
