Wirkung der seriellen Ganzkörperkältetherapie auf die funktionelle und funktionale Gesundheit, pro- und antiinflammatorische Zytokine und Aktivitätsparameter bei Patienten mit Spondyloarthritiden

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Die serielle Ganzkörperkältetherapie (sGKKT) kommt bei diversen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz und führte in mehreren Studien zu einer Schmerzlinderung und Verbesserung von Parametern der funktionellen und funktionalen Gesundheit, sowie zu einer Reduktion proinflammatorischer Zytokine. Für die Patientengruppe mit Spondyloarthritiden (SpA) gibt es bisher in der Literatur nur wenige Angaben, ebenso gibt es bisher nur Studien mit geringen Fallzahlen zur mittelfristigen Wirkung, weshalb die genannten Patienten in der vorliegenden Forschungsarbeit mit einem neuen technischen Verfahren, der Ein-Personen-Kältekammer, untersucht wurden.Von 47 stationären SpA-Patienten, die eine multimodale rheumatologische Komplextherapie (MRKT) erhielten, wurden 26 nach Randomisierung zusätzlich mit sGKKT, 6 Anwendungen in 14 Tagen, als Interventionsgruppe (IG) behandelt. Die 21 Patienten ohne sGKKT erhielten eine vergleichbare MRKT und dienten als Kontrollgruppe (KG). Zusätzlich zu den beiden Patientengruppen erhielt eine altersvergleichbare Gruppe Gesunde (29 Personen) die sGKKT analog zu der IG. Zu den Zeitpunkten vor (V0), nach der MRKT inkl. sGKKT (V1) und nach 3 Monaten (V2) wurden u.a. folgende Outcomeparameter analysiert: Schmerzen (VAS), Krankheitsaktivität (Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index-BASDAI), Funktionsfragebogen Hannover (FFbH), Health Assessment Questionnaire (HAQ), Aktivitäts- und Funktionskapazität (Bath Ankylosing Spondylitis Functional Index-BASFI, Bath Ankylosing Spondylitis Metrology Index-BASMI, Bath Ankylosing Spondylitis Patient Global Score-BAS-G) und als molekulare Marker Tumor-Nekrosis-Faktor(TNF)-alpha;, Interleukin-6 und Interleukin-10. Darüber hinaus wurden die Bewegungsmaße Ottsches-Zeichen, Schobersches-Zeichen, Finger-Boden-Abstand, Flèche-Zeichen und Atemumfangsdifferenz erhoben.In der IG kam es bei V1 und V2 vs. V0 zu einer signifikanten Schmerzreduktion, signifikanten Abnahme des BASDAI, signifikanten Verbesserung im FFbH und HAQ, BASFI, BASMI und BAS-G, sowie signifikanten Abnahme (V2) von TNF-alpha;. Bei Betrachtung der Ergebnisse der KG blieben die genannten positiven Effekte aus. Bei den Bewegungsmaßen zeigte sich in der IG eine signifikante Verbesserung beim Ottschen-Zeichen, Schoberschen-Zeichen und der Atemumfangsdifferenz zu beiden Untersuchungszeitpunkten verglichen mit dem Ausgangswert. In Bezug auf die Medikamenteneinnahme zeigte sich bei der IG eine deutliche Reduktion des Schmerzmittelverbrauchs und der nichtsteroidalen Antiphlogistika über den gesamten Untersuchungszeitraum. Demgegenüber wurde in der KG eine Zunahme des Medikamentenverbrauchs ermittelt. In der Gruppe Gesunde sind die Unterschiede der erhobenen Laborparameter über den gesamten Beobachtungszeitraum nicht signifikant. Bei den Entzündungsmarkern TNF-alpha; und Interleukin-6 zeigten sich erwartungsgemäß signifikant niedrigere Werte bei der Gruppe Gesunde im Vergleich zu den beiden Patientengruppen.

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