Lungenhochdruck, Viagra und der Mount Everest : Spitzenforschung am Giessener Lungenzentrum

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Im gesamten Spektrum der Lungenkrankheiten stellt der Lungenhochdruck, medizinisch als Pulmonale Hypertonie (PH) bezeichnet, eine besondere Herausforderung für die Lungenforscher dar. Die bisher bestehenden Therapieansätze sind oft mit schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden, eine Heilung ist bislang nicht möglich. In Gießen wird heute eine der weltweit größten Gruppen von Patienten mit lebensbedrohlich fortgeschrittenen Formen der Pulmonalen Hypertonie betreut, hier werden nationale und internationale Studien zu diesem Thema koordiniert. Durch den Zusammenschluss von mehreren klinischen Abteilungen und zahlreichen fachübergreifenden Forschungseinrichtungen ist hier ein Lungenzentrum mit internationaler Ausstrahlung entstanden (University of Giessen Lung Center, UGLC), deren Forscher bei der Entwicklung mehrerer inhalativer Therapieformen bereits Pionierarbeit geleistet haben. Nun wurden mit Sildenafil besser bekannt unter dem Handelsnamen Viagra® zunächst im Labor viel versprechende Ergebnisse erzielt. Um den Lungenhochdruck noch besser zu verstehen, setzte eine Gruppe von Ärzten unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger und Dr. Ardeschir Ghofrani ihre experimentellen Voruntersuchungen auf dem Mount Everest in 5400m Höhe fort: Denn die Veränderungen der Herz- und Lungenfunktion in dieser extremen Höhe sind modellhaft für die Krankheitsprozesse bei chronischem Lungenhochdruck.

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Spiegel der Forschung 21, 1u2 (2004), 6 - 12

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