Altersbedingte Veränderungen der inneren und äußeren Liquorräume eines Normalkollektivs in der Kernspintomographie : Entwicklung eines Klassifizierungsschemas aufgrund visueller Beurteilung

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Ziel dieser Arbeit war es, eine Klassifizierung der altersphysiologischen Hirnatrophie durchvisuelle Beurteilung der inneren und äußeren Liquorräume im MRT zu erreichen.Durch vorgegebene Einschlusskriterien wurden 401 Patienten mit vorbeschriebeneraltersnormaler Liquorraumweite aus einem Alterszeitraum vom 1. Lebensmonat bis zum 78.Lebensjahr ermittelt. Durch Gliederung in 8 Gruppen im Abstand von einem Dezenium mitjeweils etwa gleicher Anzahl an Patienten war eine gleichmäßige Altersverteilung zuerreichen. Aus dem für jeden Patienten vorliegenden Bildmaterial wurden eine definiertetransversale T2-gewichtete hochparietale Ebene zur Bewertung der äußeren Liquorräume undeine Ventrikelebene auf einen Personalcomputer zur Bildbearbeitung übertragen. Es erfolgtezur besseren Beurteilung ein Größen- und Formenangleich des Schädelbildes für jedenSchnitt. Anschließend standen 401 Einzelbilder pro Ebene zur visuellen Sortierung inaufsteigender Liquorraumgröße zur Verfügung.Es konnte statistisch (Kendall-Konkordanz-Analyse) gezeigt werden, dass es durchverschiedene Untersucher im Rahmen einer rein visuellen Beurteilung möglich ist, einevorgegebene Bildersammlung reproduzierbar in gleicher Reihenfolge nach aufsteigenderLiquorraumgröße zu ordnen.Nach Festlegung von zehn möglichen visuell zu differenzierenden Atrophiestufen aus allenzur Verfügung stehenden Patientenbildern konnte ein repräsentativer Score für jede Ebene mitVergleichsbildern, die die altersphysiologische Hirnatrophie abbilden, erstellt werden.Durch eine erneute statistische Auswertung (Kendall-Konkordanz-Analyse und Kappa-Statistik) konnte nachgewiesen werden, dass verschiedene Rater mit hoher Sicherheit und gutreproduzierbar die Einzelbilder den Scorestufen zuordnen können.Nach Zuordnung aller 401 Patientenbilder in den 10er-Score konnte für beide untersuchtenEbenen gezeigt werden, dass mit steigendem Lebensalter eine zunehmende Erweiterung derinneren und äußeren Liquorräume als Zeichen einer physiologischen Atrophie verbunden ist. Mit Hilfe des Scoresystems ist es also möglich, einen Atrophiegrad reproduzierbar zubewerten und zu beschreiben. Damit existiert für den klinischen Alltag eine sichere undschnelle Methode, ohne großen technischen Aufwand eine rein visuelle Beurteilung mitBeschreibung einer Liquorraumerweiterung durchzuführen.

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