Einfluß von Estrogenen und Xenoestrogenen auf die Vitalität, Testosteron-/Progesteron- und Laktatproduktion der R2C-Leydig-Zellen von Ratten

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Xenoestrogene können die Testosteron-und Progesteronprodukion beeinflussen und somit zu Störungen bei der Entwicklung der männlichen Reproduktionsorgane führen. Estrogene können direkt die Steroidogenese der Leydig-Zellen hemmen. In dieser Arbeit wurde der Einfluß von Estradiol, Ethinylestradiol, Bisphenol A und Daidzein auf immortalisierte R2C-Leydig-Zellen von Ratten untersucht. Methoden:Immortalisierte R2C-Leydig-Zellen wurden mit verschiedenen Konzentrationen (nM bis µM)der zu untersuchenden Substabzen für drei Tage inkubiert. Beim MTT-Assay wurde die Vitalität der Zellen mittels mitochondrialer Dehydrogenasen gemessen. Als spezifische Zellmarker wurden die Laktatproduktion (Enzymsystem), sowie die Testosteron- und Progesteronproduktion (RIA)verwendet.(c)Ergebnisse: Die Exposition mit Estradiol, Ethinylestradiol und Daidzein zeigte eine dosisabhängige Senkung der Testosteron- und Progesteronproduktion. Bisphenol A hatte keinen Einfluß. Da die Vitalität der Zellen nicht beeinflußt wurde, ist die Reduktion auf eine Hemmung der Steroidproduktion zurückzuführen. Die Laktatproduktion wurde nicht signifikant beeinflußt.(d)Diskussion: Estradiol und Ethinylestradiol hemmten die Testosteronproduktion im nM-Bereich, während erst höhere Konzentrationen von Daidzein (µM)eine signifikante Reduktion bewirkten.In nM-Konzentrationsbereich agierten die Estrogene über Estrogenrezeptoren, während in hohen Konzentrationen die an der Steroidsynthese beteiligten Enzyme inhibiert wurden. Veränderte Leydig-Zell-Funktionen können zur hormonellen Imbalance, einer gestörten Entwicklung der Spermatozoen und einer verminderten männlichen Fertilität führen.

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