Die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie ist eine schwere Erkrankung des kardiopulmonalen Systems. Erkrankte haben im Vergleich zu Gesunden eine deutlich reduzierte Lebenserwartung. Potentiell kurativ ist eine operative pulmonale Endarterektomie; allerdings können nicht alle Betroffenen operiert werden. Zur Beurteilung der Prognose im Hinblick auf das Überleben wurden für diese Arbeit Spiroergometrien von 151 Patienten mit nicht operierter CTEPH retrospektiv analysiert.Ziel dieser Arbeit war es zu zeigen, dass die Spiroergometrie unter maximaler Belastung und an der weniger mitarbeitsabhängigen anaeroben Schwelle auch für die CTEPH prognostische Informationen generieren kann. Von den hier untersuchen Patienten starben im Beobachtungszeitraum 36, die Drei- und Fünf-Jahres-Überlebensraten betrugen 89,3% und 79,4%. Per ROC Analyse wurden als Trennwerte für ein reduziertes Drei- und Fünf-Jahres Überleben eine PeakVO2 < 10,7 ml/kg/min und eine VO2 an der VT < 6,75 ml/kg/min identifiziert. Im Rahmen der multivariaten COX-Regressions-Analyse wurden die gefundenen Trennwerte dann anderen Einflussfaktoren und beschriebenen Markern der Erkrankungsschwere gegenüber gestellt. Eine PeakVO2 < 10,7 ml/kg/min war sowohl gegenüber Alter, Geschlecht und PVR (HR: 2,78. 95%-CI 1,01-7,63, p=0,047), als auch gegenüber Alter, Geschlecht und Herzindex (HR: 6,90, 95%-CI 2,17-21,97, p=0,001) stabil und blieb ein signifikanter Prädiktor der Mortalität. Die VO2@VT hingegen war in der multivariaten Analyse mit Alter, Geschlecht und PVR oder Herzindex kein unabhängiger Prädiktor der Sterblichkeit und verlor ihre Signifikanz.Mit Hilfe dieser Daten konnte gezeigt werden, dass die PeakVO2 auch bei nicht operierten Patienten mit CTEPH eine Abschätzung der Prognose im Hinblick auf das Langzeitüberleben ermöglicht. Kein Parameter der anaeroben Schwelle liefert vergleichbare prognostische Informationen.
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